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Toter in Steinbergen: Verteidigung geht von fahrlässiger Tötung aus und beantragt milde Strafe von höchstens drei Jahren

Staatsanwalt fordert neun Jahre

Steinbergen/Bückeburg (ly). Neun Jahre Haft hat Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt im Prozess um den tödlichen Schuss auf einer Feier in Steinbergen gefordert. Schmidt, Leiter der Anklagebehörde, plädierte auf Totschlag. Er nimmt an, dass der jetzt angeklagte Steinberger (29) mit dem Mann aus Porta Westfalica nach einem Streit um Drogen „noch nicht fertig“ war, deshalb von zuhause den Revolver vom Kaliber 6 Millimeter geholt hat und zu der Feier im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Feldstraße zurückgekehrt ist.

veröffentlicht am 13.06.2019 um 12:53 Uhr

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Verteidiger Dr. Volkmar Wissgott geht dagegen von fahrlässiger Tötung aus. Die Höhe der Strafe stellte er ins Ermessen des Gerichts. Wissgotts Kollege Sven Karsten, ebenfalls Verteidiger, beantragte „eine milde Freiheitsstrafe, die drei Jahre nicht überschreitet“. Das Urteil des Bückeburger Schwurgerichts wird am Montag, 24. Juni, verkündet.  

 Der Angeklagte gibt zu, aus der Bauchtasche seiner Trainingsjacke gefeuert zu haben, stellt die Tat aber als Versehen dar. Beim Spielen mit dem Trommelrevolver soll sich ein Schuss gelöst haben. Der Portaner (22) war daraufhin innerlich verblutet, weil das Projektil eine Beckenschlagader verletzt hatte. „Dafür gibt es keine Entschuldigung“, sagte der Angeklagte in seinem Schlusswort und wandte sich dabei direkt an die Mutter des Opfers, die im Prozess als Nebenklägerin auftritt.




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