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Interkulturelle Wochen

Symbol fürs Zusammenwachsen: Ahorn auf Freibad-Gelände gepflanzt

RINTELN. Jetzt steht er: Am vergangenen Donnerstag ist anlässlich der „Interkulturellen Wochen im Landkreis Schaumburg“ auf der Liegewiese des Weseranger-Freibades ein kanadischer Rotahorn gepflanzt worden. Er soll Symbol fürs Zusammenleben und Zusammenwachsen in Rinteln sein. Das Projekt sucht auch noch Spender:

veröffentlicht am 05.10.2020 um 13:40 Uhr
aktualisiert am 06.10.2020 um 19:30 Uhr

RINTELN. Jetzt steht er, und wächst und gedeiht hoffentlich schnell: Am vergangenen Donnerstag ist anlässlich der „Interkulturellen Wochen im Landkreis Schaumburg“ auf der Liegewiese des Weseranger-Freibades ein kanadischer Rotahorn gepflanzt worden. Dies geschah in Anwesenheit von Verantwortlichen der Stadt Rinteln, des Kinderschutzbundes Rinteln, der Stiftung für Rinteln, des Landkreises Schaumburg, von Bauhof-Mitarbeitern sowie einiger Ehrenamtlicher

Zu Beginn der Veranstaltung wies Kinderschutzbund-Mitarbeiter Albrecht Schäffer auf die Idee hin, die hinter der Baumpflanzaktion steckt: „Unser Ziel ist es, das Zusammenleben von einheimischen und zugewanderten Familien hier in Rinteln zu verbessern. Daher freuen wir uns sehr darüber, dass sich schon viele Menschen mit einer kleinen Spende an den Anschaffungskosten für diesen Baum beteiligt haben.“

300 Euro seien bereits gespendet worden, die fehlenden 200 Euro würden bestimmt in den kommenden Wochen noch zusammenkommen, zeigte sich Schäffer zuversichtlich.

Bauhof-Chef Klaus-Ulrich Hartmann begründete, warum er diesen Baum für die Freibad-Wiese ausgesucht habe: „Der kanadische Rotahorn ist ein robuster und wuchsstarker Baum, der mit den veränderten klimatischen Bedingungen vor Ort gut zurechtkommt. Im Sommer bietet das Laub den Freibad-Gästen Schatten, im Herbst verfärben sich seine Blätter leuchtend rot.“ Nicht ohne Grund sei das Blatt dieses Baumes im kanadischen Landeswappen verewigt.

In seinem Grußwort begründete Bürgermeister Thomas Priemer, warum er für diese Baumpflanz-Aktion unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“ gerne die Schirmherrschaft übernommen habe: „Rinteln ist schon lange eine weltoffene Stadt und auf eine gelingende Integration legen wir auch weiterhin bei uns großen Wert. Ein Baum ist ein gutes Symbol für das Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlicher Herkunft: Er braucht Zeit, um zu wachsen, und er bietet Menschen aller Nationalität Schutz.“

Petra Rabbe-Hartinger, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rinteln, wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass die verschiedenen Angebote des Vereins wie etwa der Hort oder die Familienpaten schon immer Kindern beziehungsweise Familien aller Nationalitäten zugutekämen. Sie schlüpfte in ihrer Rede außerdem in die Perspektive eines Kindes und wünschte dem Baum, dass er gut gedeihe und ein prächtiger Kletterbaum werde, an dem die Kinder ihre Freude hätten.

Integrationsbeauftragte Petra Uhe und Stadtjugendpfleger Sebastian Beck wiesen schließlich darauf hin, dass im Rahmen der Interkulturellen Wochen nicht nur Spenden, sondern auch gute Ideen für das Zusammenleben von Deutschen und Zugewanderten abgefragt und gesammelt worden seien.

Diese Ideen sollten nun bis zum Frühjahr gesichtet und im Gespräch mit engagierten Erwachsenen und Jugendlichen auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden.

Zum Abschluss der Baumpflanz-Aktion griffen die Anwesenden beherzt zum Spaten und schaufelten Erde in das Pflanzloch des Rotahorns. Anschließend bekam der junge „interkulturelle Baum“ reichlich Wasser aus vielen bunten Gießkannen.

Hinweis: Wer sich noch mit einer Spende an dem Freibad-Baum beteiligen möchte, kann Geld auf das Konto des Kinderschutzbundes Rinteln überweisen: IBAN: DE45 2555 1480 0510 6449 25.




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