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Geschäft normal geöffnet

Teil der „Spielzeuginsel“ steht morgens unter Wasser

RINTELN. Böse Überraschung für Silvia Bräuer am Mittwochmorgen, Inhaberin des beliebten Spielzeugladens „Die Spielzeuginsel“ am Markt: Teile ihres Geschäfts stehen unter Wasser. Weshalb, ist noch unklar. Die Feuerwehr rückte an, um das Wasser zu beseitigen:

veröffentlicht am 22.05.2019 um 13:09 Uhr

Einsatzkräfte der Feuerwehr Rinteln arbeiten am Mittwochvormittag daran, das Wasser aus dem niedrig gelegenen Teil der Spielzeuginsel herauszubekommen. Foto: mld
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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RINTELN. Als Silvia Bräuer am Dienstagabend ihr Geschäft, die „Spielzeuginsel“ am Marktplatz, abschloss, konnte sie nicht ahnen, welch böse Überraschung sie am nächsten Morgen erwarten würde. Zur gewöhnlichen Zeit öffnete die Inhaberin des beliebten Rintelner Spielzeugladens die Türen – und musste mit Schreck feststellen, dass ein Teil des Geschäfts unter Wasser stand.

Mehrere Zentimeter hoch stand das Wasser im niedrigen Teil des insgesamt rund 130 Quadratmeter großen Geschäfts sowie in den angrenzenden Lagerräumen.

„Ich habe sofort den Gebäudeeigentümer benachrichtigt“, erzählt eine merklich mitgenommene Silvia Bräuer am Mittwochvormittag gegenüber dieser Zeitung. Doch schnell war klar: Gegen das Wasser kommen zwei einzelne Personen nicht an. „Also habe ich die Feuerwehr benachrichtigt“, so Bräuer.

Die Feuerwehr Rinteln rückte mit einer Löschgruppe an, um das Geschäft am Markt 3 bestmöglich trockenzulegen. Foto: mld

Die Feuerwehr Rinteln rückte mit einer Löschgruppe sowie mehreren Fahrzeugen und Geräten an, um die Situation so schnell wie möglich zu beheben. Ein Schlauch wurde von der Spielzeuginsel durch die Nebenräume auf den Marktplatz gelegt und dieser mit einem Schmutzwassersauger verbunden, sodass die Einsatzkräfte das Wasser schnell nach draußen transportieren konnten.

Weshalb genau das Wasser ins Geschäft eingedrungen ist, war am Mittwochvormittag noch unklar. Laut Ortsbrandmeister Thomas Blaue könnte ein Sickerschacht im hinteren Gebäudeteil die Ursache sein. Durch den Starkregen am Dienstag könnte Grundwasser durch den Schacht nach oben gedrückt worden und in den Laden gelaufen sein.

Besonders ärgerlich in einer solchen Situation: So lange die Ursache nicht klar ist, will keine Versicherung die Verantwortung übernehmen. So war noch am Mittwochvormittag zu erleben, wie ein Vertreter der Gebäudeversicherung auf höhere Gewalt als Ursache pochte – und sich daher auch nicht dafür verantwortlich sah, Trocknungsgeräte für das Geschäft bereitzustellen. Nur: So lange sich Restfeuchtigkeit im Geschäft hält, könnten Wände oder die vielen Pappkartons der ausgestellten Ware ebenfalls feucht werden. Wo Ware direkt mit dem Wasser in Berührung gekommen ist, wurde sie beschädigt oder wurden die Verpackungen aufgeweicht, sodass sie nicht mehr verkauft werden können. Besonders ärgerlich: „Ich hatte schon Ware für das Weihnachtsgeschäft bestellt“, so Bräuer. Denn nur solch langfristige Planung lohne sich für ein lokales Spielzeuggeschäft.

Wie hoch der Schaden ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Während der Aufräumarbeiten ist das Geschäft, Markt 3, zu den gewöhnlichen Zeiten geöffnet.




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