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Flugakrobaten können kommen

THW verankert abgetriebenes Brutfloß der Flussseeschwalbe

HOHENRODE. Der Ortsverband des Technischen Hilfswerks hat das in der Auenlandschaft durch einen Sturm im Februar abgetriebene Brutfloß der Flussseeschwalben neu verankert.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 11:38 Uhr
aktualisiert am 06.05.2019 um 18:20 Uhr

Ein neuer Anker ist von den Aktiven des THW mitgebracht und am Floß befestigt worden. Foto: Kathy Büscher

HOHENRODE. Regnerisch und kühl ist es an diesem Abend in der Auenlandschaft, als sich freiwillige Helfer des Nabu Rinteln und des THW-Ortsverbandes vor dem Badestrand des Freizeitvereins Hohenrode-Strücken treffen. „Im Februar war das Brutfloß der Flussseeschwalben vom starken Sturm Richtung Ufer des Mitteldamms abgetrieben und drohte dort angeschwemmt zu werden“, erläutert Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Rintelner Naturschutzbundes. Im Jahr zuvor war auf ähnliche Weise das Floß am westlichen Teich zerstört worden und musste aufwendig repariert werden.

Damit dies nicht erneut geschieht, wurde das Floß von Ehrenamtlichen des Nabu am Ufer mit einem Seil gesichert. Im Jahr zuvor wurde besagtes Floß von Sturmmöwen genutzt, die dort zwei Küken aufgezogen haben. Die Flussseeschwalben bevorzugten nur das Floß am Westsee. „Mittlerweile ist viel Gehölz entlang der Ufer aufgewachsen, Flussseeschwalben meiden dieses, weil sich dort Beutegreifer verstecken können“, erklärt Diplom-Biologe Thomas Brandt, der seit Jahrzehnten im Naturschutz tätig ist und das Nabu-Projekt in Hohenrode fachlich betreut.

Nun ging es darum, das Floß an die geeignete Stelle zu ziehen, damit dieses bei den flinken Flugkünstlern wieder beliebter wird. „Wir sind froh, dass uns das THW, wie in den Jahren zuvor, unterstützt“, freut sich Büscher. Mit einem Seil wird das Floß von einem motorisierten Schlauchboot aus langsam über den See gezogen, um es an der richtigen Stelle zu platzieren. Ein neuer Anker ist von den Aktiven des THW mitgebracht und am Floß befestigt worden, das zu Wasser gelassen wurde. Gut einsehbar ist dieses nun vom freigeschnittenen Bereich am Rundweg. Die erste Flussseeschwalbe wurde bereits an den Kiesteichen gesichtet. „Wir sind gespannt, wie viele Brutpaare sich in diesem Jahr einfinden“, ergänzt Büscher.r

Flussseeschwalbe. Foto: Kathy Büscher



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