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Alter Vorstand erkennt neuen Vorstand nicht an /

Trotz Streit in FDP: „Elisabeth Dietz ist weiter unsere Bürgermeisterkandidatin“

RINTELN.Eskalation oder Versöhnung? In der FDP gibt es derzeit Zeichen in beide Richtungen. Einerseits hat der Streit in dem vergleichsweise kleinen Ortsverein dazu geführt, dass ein großer Teil des bisherigen Vorstandes die Mitgliederversammlung am Donnerstag erst abgesagt, und als sie vom Vorsitzenden Immo Blume dann dennoch durchgeführt wurde, nicht anerkannt hat. Jetzt wurde ein aus Maurice Symmangk, Dennis Kemna und Peter Dunkel bestehender neuer Vorstand gewählt. So sieht es zumindest der aus diesen drei Personen bestehende neue Vorstand. Anders sehen es FDP-Bürgermeisterkandidatin und stv. Vorsitzende Elisabeth Dietz und Heiner Schülker, Pressesprecher des FDP-Ortsvorstands.

veröffentlicht am 09.04.2021 um 19:17 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Sie sagen: „Eine Mitgliederversammlung ohne Einladung kann auch keinen Beschluss fassen.“ Ihrer Meinung nach bestehe der Vorstand nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Immo Blume weiter aus Elisabeth Dietz, Petra Schülke sowie Klaus und Silke Fagin.

Die Mitgliederversammlung sei unrechtmäßig zusammengekommen und daher nicht beschlussfähig gewesen. Zwar begrüßen sie es ebenfalls, wenn mehr Menschen sich in die Vorstandsarbeit einbringen wollen, „aber das wäre auch miteinander gegangen, statt gegeneinander“, so Schülker, Pressesprecher des alten Vorstands.

Dem am Donnerstag neu gewählten Vorstand ist die Feststellung wichtig, dass Schülke kein Mitglied des Ortsverbands Rinteln oder des Kreisverbands Schaumburg mehr sei. Er habe sein Tätigkeitsfeld in den Kreisverband Nienburg verlagert, sagen sie. Die „neue“ FDP werde jetzt geführt vom Maurice Symmangk und dem IT-Fachmann Dennis Kemna als erster und zweiter Vorsitzender gewählt und von Peter Dunkel als Schatzmeister unterstützt.

Symmangk und Kemna zeigten sich freudig und zuversichtlich ob der neuen Aufgaben: „Ich bin mir dessen bewusst, dass mein Alter für politische Mitbewerber eine Angriffsfläche bieten kann,“ so Symmangk. „Aber ich kann mich genauso - oder sogar intensiver - in die politische Arbeit stürzen wie die „alten Hasen“ – deren Unterstützung ich zudem habe. Das ist doch eine Win-Win-Situation“.

Auf Anfrage stellt Dennis Kemna klar: „Für uns ist Dietz weiterhin die Bürgermeisterkandidatin der FDP, wir werden sie im Wahlkampf unterstützen“. Man habe bereits versucht mit ihr und Schülke Kontakt aufzunehmen und die Wogen zu glätten. Auch mit Schülke werde man koopieren. „Wir wissen, dass er im Wahlkampfteam von Frau Dietz ist, und in dieser Rolle werden wir mit ihm zusammenarbeiten.“

Schülke und Dietz kündigten gestern auf Anfrage an, dass sie zunächst das Landesschiedsgericht anrufen werden, um klären zu lassen, dass ihr Vorstand weiterhin rechtmäßig im Amt sei. Kemna erklärte, er sehe keinen Grund, das Schiedsgericht einzuberufen „wir hatten einen ordnungsgemäßen Übergang und nehmen jetzt unsere Arbeit auf“. Gleichwohl erwarte man einen etwaigen Schiedsspruch, wenn das Gericht angerufen werde.




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