weather-image
23°

Ortsrat stimmt geschlossen dafür

UPDATE: BMX-Bahn für Rinteln: Im August soll Konzept stehen

RINTELN. Fünf Jahre nach dem ersten Versuch von Jugendlichen, die ehemalige BMX-Bahn „Am Heinekamp“ wieder zu beleben, scheint es jetzt tatsächlich zu klappen. Die Verwaltung soll bis August ein Konzept vorlegen.

veröffentlicht am 05.06.2019 um 10:56 Uhr
aktualisiert am 05.06.2019 um 14:05 Uhr

Die Gruppe mit Tom Röwer, Ole Boegner, Louis Peters und Max Ruppelt engagiert sich für die Wiederbelebung der BMX-Bahn am Heinekamp. Foto: wm
RINTELN. Fünf Jahre nach dem ersten Versuch von Jugendlichen, die ehemalige BMX-Bahn am Heinekamp wieder zu beleben, scheint es jetzt tatsächlich zu klappen. Am Dienstagabend beschloss der Ortsrat einstimmig, die Verwaltung solle bis Ende August ein Konzept vorlegen, wie die Anlage aussehen und wie sie finanziert werden könnte.

Alle Ortsratsmitglieder quer durch die Fraktionen fanden die Idee hervorragend und besonders erfreulich, dass die Initiative von der Jugendlichen selbst gekommen ist.

Gert Armin Neuhäuser (WGS) drang darauf, der Verwaltung für die Vorlage des Konzeptes einen Termin vorzugeben, „damit die Sache nicht wieder im Sande verläuft.“

Zuvor hatte Ortsbürgermeister Kay Steding der Jugendgruppe um Tom Röwer, Ole Boegner, Louis Peters und Max Ruppelt, die sich für eine neue Bahn engagiert, Gelegenheit gegeben, ihr Projekt vorzustellen.

Für die Gruppe, die derzeit aus zwölf Aktiven besteht, erläuterte Ruppelt, warum eine solche Anlage in Rinteln gebraucht wird: „Für Tennisspieler und Fußballer gibt es Angebote, wir dagegen fühlen uns nirgendwo willkommen.“

Ruppelt schilderte, Mountainbiker würden aus dem Wald vertrieben, aufgeschüttete Rampen zerstört. Auch auf der Skaterbahn am Schulzentrum seien Mountainbiker nicht erwünscht. Dabei gebe es in Rinteln wie der ganzen Region von Stadthagen bis Vlotho eine große Mountainbike- und Enduro-Szene.

Idee der Jugendlichen ist, die alte BMX-Strecke neu zu gestalten und auf ein angrenzendes städtischen Grundstück zu erweitern.

Wie eine solche Anlage aussehen könnte, kann man in Bad Salzdetfurth besichtigen: Dort gibt es seit 2014 einen Bike- und Outdoorpark. Auch in Haste gibt es einen Dirtpark.

Ruppelt betonte, es solle ein Bikepark für alle werden, so gestaltet, dass Anfänger wie Fortgeschrittene hier fahren können, eine Anlage für Enduro-, Mountainbike- und BMX-Räder.

Warum der geplante Bikepark im ehemaligen Steinzeichen in Steinbergen nicht die Lösung ist, schilderte Ruppelt ebenfalls: Dort werde man Eintritt zahlen müssen, möglicherweise 40 Euro, und brauche eine Aufstiegshilfe. Die Anlage am Heinekamp dagegen soll kostenlos sein und liegt für Rintelner vor der Haustür: „Die Jugendlichen fahren hin, haben zwei Stunden Spaß und fahren wieder nach Hause.“

In der Vorlage für die Sitzung stellte die Verwaltung klar: Ohne Sponsoren wird es nicht gehen. Unrealistisch ist auch, dass es die Jugendlichen in Eigenleistung mit Schaufel und Hacke schaffen. Da müsse professionelle Hilfe kommen mit schwerem Gerät, um das Gelände vorzubereiten und die Erdmassen für die Sprünge zu bewegen.

Das Finanzierungsmodell für den Bikepark könnte ähnlich aussehen wie für die Modernisierung der Skatebahn am Schulzentrum, was 45 000 Euro gekostet hat. Am Geld sollte es also nicht scheitern. Neuhäuser erinnerte daran, für den Bewegungspark für Senioren am Kapellenwall habe man ohne große Diskussion 53 000 Euro locker gemacht.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare