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Eröffnung am 30. April abgesagt / Stadt will Attraktion erhalten – wirtschaftliche Lage soll geprüft werden

UPDATE: Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen steht vor dem Aus

Rinteln(jak). Die Gerüchteküche brodelte bereits seit Tagen, bis Josef Wärmer gestern die Katze aus dem Sack ließ: Der Geschäftsführer der Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen bestätigte Informationen unserer Zeitung, wonach der Park nicht eröffnen wird. Schon zuvor ist der Eröffnungstermin wegen des durchwachsenen Wetters vom 1. April auf den 30. April verschoben worden. Bereits seit mehreren Jahren gehen die Besucherzahlen im Erlebnispark zurück. Die ursprünglich angepeilten 100 000 Besucher im Jahr konnte der Park nie erreichen, 30 000 bis 40 000 Besucher waren normal. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Touristenattraktion.
Die Stadt wisse erst seit einer Woche über die Probleme des Steinzeichens, erklärt Bürgermeister Thomas Priemer, habe aber größtes Interesse, dass der Park weiter geführt werde. „Das sind 30 000 Menschen im Jahr, die Rinteln besuchen, das ist ein ganz erheblicher Wert.“ Kurzfristig wolle man nun zusammentreffen, um mit allen Beteiligten gangbare Lösungen zu erarbeiten.
Das Wichtigste sei, dass man die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Betriebs kennenlerne und Perspektiven erarbeite. „Aber für mich ist nicht die Frage, ob er wiedereröffnet wird, sondern nur, wie und wann“, positioniert sich das Stadtoberhaupt klar. Allerdings sei derzeit nicht angedacht, dass die Stadt selbst sich finanziell beteilige. Bei dem Gespräch mit Wärmer sei es auch nicht um etwaige Förderungen gegangen.
Über die schwierige Situation des Steinzeichen Steinbergens berichtete die Schaumburger Zeitung regelmäßig. Schon mit dem Ablauf der Saison 2015 zeigte sich Wärmer sehr unzufrieden. Das dritte Jahr in Folge seien die Besucherzahlen gesunken, 2014 lagen sie nur noch bei 38 000 Besuchern. Die Schließung sämtlicher fünf Jugendherbergen in der Umgebung nannte Wärmer damals unter anderem als Grund für die schwierige Geschäftslage. Aber auch das Wetter habe in den vergangenen Jahren eine große Rolle bei den ausbleibenden Besuchern gespielt. „Wir sind ein Outdoor-Betrieb“, sagte Wärmer im Januar, „Es darf nicht zu heiß sein, denn dann gehen die Leute verständlicherweise zum Baden. Bei Temperaturen unter 15 Grad und bei angesagtem Regen werden Indoor-Anlagen bevorzugt.“ Diesen Faktor unterstrich er auch gestern erneut.
Wärmer erklärt, er habe in den vergangenen Monaten intensiv nach Perspektiven gesucht, den Park weiterführen zu können. Doch eine in Aussicht stehende Möglichkeit habe nun nicht verwirklicht werden könne. Daher habe er keine andere Wahl, als den Park – bis auf weiteres – nicht wieder zu eröffnen. „Der Betrieb bleibt geschlossen. Und zwar Open End.“
Doch der Geschäftsführer möchte jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und ist auch in diesen Tagen weiterhin dabei, Gespräche zu führen, um die Zukunft seines Unternehmens zu sichern.
Auch Klaus Heimann, der Sprecher des Landkreises, bestätigt, dass es bereits Gespräch zwischen Josef Wärmer, Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr gegeben habe. Die sinkenden Besucherzahlen seien dem Landkreis zwar schon länger bekannt gewesen, aber über die konkrete wirtschaftliche Situation war man nicht im Bilde. „Natürlich werden wir uns jetzt damit auseinandersetzen, ob es dort noch Perspektiven gibt.“
Für den Leiter des Touristikzentrums Westliches Weserbergland,Matthias Gräbner, ist klar: „Wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden.“ Ihm sei zuvor nicht bekannt gewesen, dass die finanzielle Lage schwierig gewesen sei. „Jetzt müssen wir ergebnisoffen nach neuen Konzepten suchen.“ Für den Tourismus im Weserbergland sei das Steinzeichen auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor, der nach Möglichkeit auch erhalten werden müsse. „Aber es ist natürlich schwierig, das jetzt vier Tage vor Beginn der Saison zu machen.“

veröffentlicht am 26.04.2016 um 10:24 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:50 Uhr

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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Rinteln(jak). Die Gerüchteküche brodelte bereits seit Tagen, bis Josef Wärmer gestern die Katze aus dem Sack ließ: Der Geschäftsführer der Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen bestätigte Informationen unserer Zeitung, wonach der Park nicht eröffnen wird. Schon zuvor ist der Eröffnungstermin wegen des durchwachsenen Wetters vom 1. April auf den 30. April verschoben worden. Bereits seit mehreren Jahren gehen die Besucherzahlen im Erlebnispark zurück. Die ursprünglich angepeilten 100 000 Besucher im Jahr konnte der Park nie erreichen, 30 000 bis 40 000 Besucher waren normal. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Touristenattraktion. 
Die Stadt wisse erst seit einer Woche über die Probleme des Steinzeichens, erklärt Bürgermeister Thomas Priemer, habe aber größtes Interesse, dass der Park weiter geführt werde. „Das sind 30 000 Menschen im Jahr, die Rinteln besuchen, das ist ein ganz erheblicher Wert.“ Kurzfristig wolle man nun zusammentreffen, um mit allen Beteiligten gangbare Lösungen zu erarbeiten.
Das Wichtigste sei, dass man die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Betriebs kennenlerne und Perspektiven erarbeite. „Aber für mich ist nicht die Frage, ob er wiedereröffnet wird, sondern nur, wie und wann“, positioniert sich das Stadtoberhaupt klar. Allerdings sei derzeit nicht angedacht, dass die Stadt selbst sich finanziell beteilige. Bei dem Gespräch mit Wärmer sei es auch nicht um etwaige Förderungen gegangen.
Über die schwierige Situation des Steinzeichen Steinbergens berichtete die Schaumburger Zeitung regelmäßig. Schon mit dem Ablauf der Saison 2015 zeigte sich Wärmer sehr unzufrieden. Das dritte Jahr in Folge seien die Besucherzahlen gesunken, 2014 lagen sie nur noch bei 38 000 Besuchern. Die Schließung sämtlicher fünf Jugendherbergen in der Umgebung nannte Wärmer damals unter anderem als Grund für die schwierige Geschäftslage. Aber auch das Wetter habe in den vergangenen Jahren eine große Rolle bei den ausbleibenden Besuchern gespielt. „Wir sind ein Outdoor-Betrieb“, sagte Wärmer im Januar, „Es darf nicht zu heiß sein, denn dann gehen die Leute verständlicherweise zum Baden. Bei Temperaturen unter 15 Grad und bei angesagtem Regen werden Indoor-Anlagen bevorzugt.“ Diesen Faktor unterstrich er auch gestern erneut.
Wärmer erklärt, er habe in den vergangenen Monaten intensiv nach Perspektiven gesucht, den Park weiterführen zu können. Doch eine in Aussicht stehende Möglichkeit habe nun nicht verwirklicht werden könne. Daher habe er keine andere Wahl, als den Park – bis auf weiteres – nicht wieder zu eröffnen. „Der Betrieb bleibt geschlossen. Und zwar Open End.“
Doch der Geschäftsführer möchte jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und ist auch in diesen Tagen weiterhin dabei, Gespräche zu führen, um die Zukunft seines Unternehmens zu sichern.
Auch Klaus Heimann, der Sprecher des Landkreises, bestätigt, dass es bereits Gespräch zwischen Josef Wärmer, Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr gegeben habe. Die sinkenden Besucherzahlen seien dem Landkreis zwar schon länger bekannt gewesen, aber über die konkrete wirtschaftliche Situation war man nicht im Bilde. „Natürlich werden wir uns jetzt damit auseinandersetzen, ob es dort noch Perspektiven gibt.“
Für den Leiter des Touristikzentrums Westliches Weserbergland,Matthias Gräbner, ist klar: „Wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden.“ Ihm sei zuvor nicht bekannt gewesen, dass die finanzielle Lage schwierig gewesen sei. „Jetzt müssen wir ergebnisoffen nach neuen Konzepten suchen.“ Für den Tourismus im Weserbergland sei das Steinzeichen auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor, der nach Möglichkeit auch erhalten werden müsse. „Aber es ist natürlich schwierig, das jetzt vier Tage vor Beginn der Saison zu machen.“

Eröffnung
  • Unter großem Andrang wurde das Steinzeichen im Jahr 2000 eröffnet.



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