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Am 18. Juli an der Grundschule Süd

„Uwe will leben“: Typisierungsaktion für Familienvater

RINTELN. Sein Schicksal hat die Menschen in ganz Schaumburg und darüber hinaus bewegt: Uwe Kulbe ist zweifacher Familienvater, und er hat die Diagnose Blutkrebs bekommen. Nun braucht er dringend einen Stammzellenspender. Am Samstag, 18. Juli, findet eine Typisierungsaktion statt an der Grundschule Süd in Rinteln:

veröffentlicht am 11.07.2020 um 05:00 Uhr

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Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Sein Schicksal hat die Menschen in ganz Schaumburg und darüber hinaus bewegt: Uwe Kulbe ist zweifacher Familienvater, und er hat die Diagnose Blutkrebs bekommen. Nun braucht er dringend einen Stammzellenspender. Doch: Wegen der Corona-Bestimmungen konnte nicht, wie sonst, eine Registrierungsaktion stattfinden, die DKMS hatte stattdessen die Aktion „Uwe will leben“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen sich Bürger ein Registrierungsset nach Hause bestellen können (wir berichteten). Noch ist sein genetischer Zwilling nicht gefunden worden.

Nun kann eine sogenannte Typisierungsaktion eben doch stattfinden, und zwar am kommenden Samstag, 18. Juli, an der Grundschule Süd in der Schulstraße 10 in Rinteln.

Möglich gemacht hat das der Schulelternrat der Grundschule, zahlreiche Eltern und das Kollegium der Schule. Denn: Die Ehefrau des 39-Jährigen, Julia Kulbe, ist Lehrerin an der Grundschule Süd. Zu Beginn des Schuljahres hatte sie eine erste Klasse als Klassenlehrerin übernommen.

Leicht war der Weg hin zur nun stattfindenden Typisierungsaktion nicht, teilt Anja Rinne mit, Vorsitzende des Schulelternrats. Nachdem die DKMS einer Registrierungsaktion eine Absage erteilt hatte, wandte man sich an das NKR, das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register in Hannover. Mit dem NRK habe man über Wochen im engen Kontakt gestanden, erzählt Rinne, und am Ende die Typisierungsaktion „durchgeboxt“. Auch die Stadt Rinteln habe sehr unterstützt und vom Gesundheitsamt des Landkreises die Erlaubnis eingeholt, diese Aktion stattfinden zu lassen. Schulelternrat, Lehrer, Eltern – alle hätten an einem Strang gezogen und in nur wenigen Wochen die Aktion auf die Beine gestellt. „Dafür wollen wir Danke sagen“, sagt Rinne stellvertretend für den Schulelternrat. Und natürlich hofft sie, dass möglichst viele Menschen am Samstag zur Grundschule Süd kommen und sich registrieren lassen.

Wer sich registrieren lassen möchte, kommt zwischen 10 und 15 Uhr auf den Schulhof in der Schulstraße 10. Dort verteilt das NKR-Team, unterstützt von Helfern, Typisierungssets. Die Besucher müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Den nötigen Abstrich von der eigenen Wange mit Wattestäbchen kann dann jeder im eigenen Auto durchführen oder in einer ruhigen Ecke auf dem Schulhof, teilt das NKR mit. Die Probe wird dann am NKR-Stand abgegeben. Wer es eilig hat, kann sich das Set einfach mitnehmen, den Abstrich zu Hause entnehmen und sie per Post ans NKR schicken.

Wenn der 18. Juli nicht passt: Man kann sich Typisierungsset online oder telefonisch auch nach Hause bestellen. Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der noch nicht als Spender registriert ist, kann sich ganz einfach als Spender und damit als möglicher Lebensretter registrieren.

Dass solche Typisierungsaktionen wirklich Leben retten können, zeigte vor einigen Jahren eine Typisierungsaktion in Todenmann. Die Bückeburgerin Alina Theine hatte Beth Wilson aus Atlanta, USA, mit ihrer Knochenmarkspende das Leben gerettet. Die genetischen Zwillinge hatten sich dann im vergangenen Jahr persönlich getroffen und waren sich in die Arme gefallen.

Alle weiteren Infos zur Typisierungsaktion für Uwe Kulbe gibt es online hier: KLICK.