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Keine Sackgasse wegen IGS

Verkehrsbetriebe wollen Durchfahrt durch Burgfeldsweide

RINTELN. Beinahe wäre die Bauleitplanung für die neue IGS an der Burgfeldsweide bereit gewesen zur problemlosen Absegnung in den entsprechenden Gremien. Doch im letzten Moment meldeten sich die Verkehrsbetriebe Extertal (VBE) zu Wort.

veröffentlicht am 06.06.2019 um 16:49 Uhr

Die VBE benötigt die Durchfahrt durch die Burgfeldsweide von und zur Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße (unser Bild) für etwa 20 Busse pro Tag. Foto: tol
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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RINTELN. Die Verkehrsbetriebe favorisieren eine ganz bestimmte Verkehrsführung. Die Stadt dagegen hatte sich in dieser Hinsicht noch nicht festgelegt.

Unter den verschiedenen Planungsfällen für die zukünftige Verkehrsführung rund um das Gelände der IGS sprach bisher viel für die Variante, die Straße Burgfeldsweide für den Durchgangsverkehr zu sperren. Damit würde sie bei den Schulparkplätzen zu einer Sackgasse werden, die man über die Westumgehung erreicht und auch in Richtung der Landstraße 435 wieder verlässt. Der „Planungsfall B“ allerdings schlägt vor, den Durchgangsverkehr nicht auszusperren. Die VBE erwarten nun eine Festlegung auf genau diesen Planungsfall B.

Aus diesem Grund nahm Stadtplaner Peter Flaspöhler an der jüngsten Ortsratssitzung teil. Die Bauleitplanung hatte für Einwände und Kommentare öffentlich ausgelegen, das Anliegen der VBE muss berücksichtigt werden.

Flaspöhler erläuterte, dass die VBE mit ihren Linien für den Rintelner Stadtverkehr die Durchfahrt durch die Burgfeldsweide von und zur Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße für etwa 20 Busse pro Tag benötigt, soll ihr Fahrplan nicht durch große Umwege völlig durcheinandergeraten.

Die drängende Fragestellung im Ortsrat: Wird sich durch eine Festlegung auf Durchfahrtserlaubnisse durch die Straße Burgfeldsweide und die damit entstehende Notwendigkeit, die Bauleitplanung erneut öffentlich auszulegen, eine problematische Verzögerung des IGS-Baubeginns ergeben? Immerhin müssen neue Planungsfälle erstellt und Verkehrs- und Schallgutachtern zur Prüfung vorgelegt werden, wenn man eine vernünftige Rechtssicherheit erreichen wolle.

Flaspöhler zeigte sich da einigermaßen optimistisch. Er gehe davon aus, dass es keine Probleme geben werde, weder von Gutachter- noch von Bürgerseite her. Die Bauleitplanung müsse für einen Zeitraum von höchstens drei Wochen erneut ausgelegt werden, die Gutachten könnten normalerweise innerhalb von zwei Wochen erstellt werden, sodass die Ausschreibungen nach einem erfolgreichen Durchgang durch die zuständigen Gremien nach den Sommerferien rausgehen könnten.

Diskutiert wurde, ob man eine Busschleuse zur Burgfeldsweide so einrichten müsse, dass durch entsprechende Spurbreiten Busse und Feuerwehr, nicht aber Autos die Durchfahrt nutzen können. Für das Ermöglichen einer Durchfahrt zumindest für die Busse spreche, dass damit wohl auch die ansonsten in ihrem Bestehen gefährdete Haltestelle am Kollegienplatz gesichert sei, sagte Gert Armin Neuhäuser.

Prinzipiell sei die Bauleitplanung bereits jetzt beschlussfähig, jedenfalls dann, wenn die Stadt als Bauaufsichtsbehörde ihr „Planungsreife“ bescheinige. Damit könne in jedem Fall zumindest eine Teilbaugenehmigung ausgesprochen werden. Die Ausschreibungen werden allerdings erst nach Abschluss des gesamten Verfahrens rechtssicher möglich sein.




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