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Mit Naturschutzbund auf Tour

Vogelstimmenexkursion: Von der Amsel bis zum Zilpzalp

RINTELN. Jüngst hat sich eine kleine Gruppe vogelinteressierter Menschen um Klaus-Henning Dageförde vom Naturschutzbund Rinteln versammelt, um im Blumenwall den Vogelstimmen zu lauschen. Anlässlich der „Stunde der Gartenvögel“, die jedes Jahr im Mai stattfindet, bot der Nabu einen Ausflug in die heimische Vogelwelt an:

veröffentlicht am 16.05.2019 um 14:44 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 18:30 Uhr

Im Rintelner Blumenwall lassen sich viele heimische Vögel beobachten wie dieser Kleiber. Foto: pr.

RINTELN. Jüngst hat sich eine kleine Gruppe vogelinteressierter Menschen um Klaus-Henning Dageförde, ehrenamtlicher Naturschützer des Naturschutzbunds (Nabu) Rinteln, versammelt, um am Blumenwall den Vogelstimmen zu lauschen. Anlässlich der „Stunde der Gartenvögel“, die bundesweit jedes Jahr im Mai stattfindet, bot der Rintelner Nabu einen Ausflug in die heimische Vogelwelt an. Am Blumenwall tummeln sich viele gefiederte Meistersänger, die sich dort im Schutz des alten Baumbestandes wohlfühlen.

Gleich am Eingang des Stadtparkes wurde die Exkursionsgruppe von einem lauten, trällernden Gesang begrüßt. „Weiß jemand, was das für ein Vogel ist?“, fragte Dageförde in die Runde. Dabei handelte es sich um ein kleines Zaunkönig-Männchen, das mit seinem schönen Gesang einem Weibchen imponieren möchte. Ein leuchtend rotes Dompfaffmännchen und bunte Stieglitze zeigten sich den Naturinteressierten.

Am Blumenwall hängen unterschiedliche Varianten von Nistkästen, an denen während der Exkursion reger Betrieb herrschte. Ein wendiger Vogel flog dicht an der Gruppe vorbei und landet elegant an einem Kasten: „Hier brüten gerade Kleiber“, erläutert Dageförde. Doch auch viele Baumhöhlen bietet der alte Gehölzbestand am Blumenwall als Brutplatz bereit.

Durch den Gesang von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Amsel und Singdrossel hindurch – wobei Letztere verschiedene Strophen kennt und sogar andere Geräusche nachahmt – ging es unter Leitung von Dageförde vorbei an den Winterlinden hinunter zur Graft, wo einige meist eher stumme Wasservögel entdeckt werden konnten. Stockenten, Graugänse und ein Teichhuhn schwammen ihre Runden auf dem Wasser.

Anschließend ging es zu den nahe gelegenen, sogenannten Sassenberg‘schen Kiesteichen, wo die Exkursionsgruppe dem eher unauffälligen Gesang der Grauschnäpper und Klappergrasmücken zuhören konnte. Mit einem Blick auf die Teiche mit ein paar Haubentauchern trat die Gruppe den Rückweg an, motiviert, auch den Vögeln im eigenen Garten nicht nur am Wochenende der „Stunde der Gartenvögel“ mehr Aufmerksamkeit zu schenken. r




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