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Verbindungsstraße Nord: Ab Februar werden Gleise der Bückebergbahn verlegt

Von Kreisel zu Kreisel

Rinteln. Das größte Bauprojekt der Stadt Rinteln in diesem Jahr steht quasi in den Startlöchern: die Verbindungsstraße Nord zwischen dem vorhandenen Kreisel Bahnhofstraße und dem geplanten Kreisel Konrad-Adenauer-Straße für dreieinhalb Millionen Euro. Den Bauzeitenplan der bereits beauftragten Baufirma erwartet die Stadt Rinteln in diesen Tagen. Im Februar sollen die Bauarbeiten beginnen, zunächst geht es um die Verlegung des Gleises der Bückebergbahn auf vorhandener Trasse um wenige Meter nach Norden. Und noch in diesem Jahr soll alles fertig werden. Dann wäre auch Schluss mit der illegalen Abkürzung zum Jibi-Parkplatz, die sogar jemand geschottert hat.

veröffentlicht am 21.01.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:22 Uhr

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Autor:

Dietrich lange

„Wenn der Bauzeitenplan vorliegt, werden wir als Stadt und untere Verkehrsbehörde ihn untereinander abstimmen und dann das Gespräch mit den betroffenen Gewerbebetrieben suchen“, kündigte Tiefbauamtsleiter Andreas Wendt gestern auf Anfrage an. Hier ist zu klären, wen wann welche Einschränkung bei der Erreichbarkeit trifft. Wendt: „Wir passen uns da so weit wie möglich den Bedürfnissen der Firmen an.“

Alle benötigten Grundstücke seien inzwischen gekauft, auch für die Verbreiterung des bisher sehr schmalen Streifens zwischen ehemaligem Schlachthof und der Gabelstaplerfirma Kindler. Dieser Streifen soll zu einer befahrbaren Verbindung zwischen der neuen Straße und der Straße Im Emerten ausgebaut werden, um für den dortigen Zielverkehr den Umweg bis zum Kreisel Konrad-Adenauer-Straße zu vermeiden.

An welchem Ende der Straße die Bauarbeiten losgehen oder ob sogar an beiden Enden gleichzeitig, das war laut Wendt gestern noch offen. Sicher ist nur, dass zunächst mit der Verlegung des Gleises der Bückebergbahn nach Norden begonnen wird. Hier hatten Bauhofmitarbeiter im vergangenen Jahr bereits mit der sanften Umsiedlung einer Eidechsenpopulation an die Nordseite des Bahndamms eine wichtige vorbereitende Maßnahme erledigt (wir berichteten). Der frühere Lebensraum der wechselwarmen Vierbeiner, der sonnenbeschienene Südhang des Bahndamms, geht ja verloren.

„An der Rückseite des Baubetriebshofs wird ein Teil des Bahndamms abgetragen und der Rest mit einer Stützwand abgesichert, nachdem oben die Gleise verlegt worden sind. „Das macht sicher ein auf Gleisbau spezialisierter Subunternehmer“, sagt Wendt. „Und wir gehen bei der Gleisverlegung von etwa drei Wochen Einschränkung für die Bückebergbahn aus. Ansonsten ist nur unser Baubetriebshof betroffen.“

Wann der Straßenbau selbst losgeht und von wo, das ist noch offen. „Vielleicht schon parallel zur Gleisverlegung, aber das hängt auch vom Wetter ab“, verrät Wendt.

Die Frage der Umleitungen während der Bauzeit wird noch geklärt. „Eine Vollsperrung der Konrad-Adenauer-Straße ist aber nicht vorgesehen“, sagt Wendt. Zeitweise wird es also wohl nur einspurig an der Baustelle vorbeigehen.

Die Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Euro, zu denen anteilig Fördermittel fließen, seien immer noch realistisch, versichert Wendt. Bisher hätten die nötige Verlegung des Bahngleises und die Abstützung des Bahndamms für Mehrkosten gesorgt, aber das sei schon 2013 gewesen und längst in die Projektkosten eingeflossen. Ausgeklammert bleibt die Veränderung der Bahnunterführung Kurt-Schumacher-Straße/Im Galgenfeld. Dort war es Ende 2012 zum Zusammenstoß eines Autos mit einem Zug der Nordwestbahn gekommen, weil die Schranken sich nicht gesenkt hatten. Dabei wurde ein Rintelner schwer verletzt (wir berichteten). Die Stadt Rinteln folgt seither der Idee, die Fahrbahn der Unterführung zu teilen und eine Hälfte nach Westen zu verlegen, was eine Durchfahrt von Norden nach Süden geradeaus ermöglichen würde. Aber dazu sind entsprechenden Abstimmungen mit der Bahn erforderlich. Und das braucht seine Zeit.

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz hatte jüngst beim Neujahrsempfang der Stadt im Brückentorsaal erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen vor allem während des Kreiselbaus angekündigt und bei den Betroffenen um Verständnis gebeten: „Wir werden auch das überstehen und können uns dann nach Fertigstellung über die Entzerrung des Verkehrs in der Nordstadt, aber auch vielleicht über eine kleine Entlastung des Durchgangsverkehrs in der Mühlen- und Brennerstraße freuen. Dass durch die neue Verkehrsführung auch die Möglichkeit für eine bessere Anbindung der Kurt-Schumacher-Straße im Bereich der Bahnunterführung geschaffen wird, wird uns die während der Bauzeit entstehenden Verkehrsprobleme leichter ertragen lassen.“




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