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1200 Euro für das Opfer

Vor Gericht: Prozess gegen Geschwister beendet

RINTELN. In der unendlichen Geschichte um eine Auseinandersetzung vor der Diskothek „Happy Night“ ist das Verfahren gegen zwei Geschwister beendet worden: Der 34 Jahre alte Mann vom Niederrhein und seine Schwester (32) akzeptierten einen Vergleich und zahlen gemeinsam 1200 Euro an den Verletzten (26).

veröffentlicht am 13.03.2019 um 16:52 Uhr

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RINTELN. Dieser hatte sich bei dem Geschehen einen Kreuzbandriss zugezogen und laborierte rund sechs Monate an den Folgen der Verletzung. Mit dem Vergleich konnte nun endlich ein Schlussstrich unter einen fünffeinhalb Jahre zurückliegenden Streit gezogen werden, das Verfahren ist eingestellt. Bruder und Schwester zahlen künftig in monatlichen Raten jeweils 50 Euro, der 26-Jährige hat einen vollstreckbaren Titel.

Ursprünglich angeklagt wurden die Geschwister wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung, weil sie im Sommer 2013 den Gast vor der Diskothek attackiert haben sollen (wir berichteten). Dabei lastete die Anklageschrift dem Mann an, er habe den Besucher zunächst ans Knie getreten. Seiner Schwester wurden zwei anschließende Tritte gegen Kopf und Rücken des am Boden Liegenden vorgeworfen.

In den letzten Jahren hatten bereits mehrere Amtsrichter versucht, das Verfahren gegen die Geschwister abzuschließen. Die Prozesse scheiterten aber aus verschiedenen Gründen, zuletzt konnten nach vier Sitzungstagen keine Fortsetzungstermine gefunden werden. Der jetzige Richter Ulf Kranitz beraumte deshalb gleich 14 Verhandlungstage an. Zum Prozessauftakt im Februar erschienen die von den Rechtsanwälten Ralf Jordan und Alexander Berndt verteidigten Angeklagten jedoch nicht. Die beiden sollen den Termin „verschwitzt“ haben. In ihrer Abwesenheit einigten sich die Prozessbeteiligten auf den Vergleich mit der Zahlung von 1200 Euro. Inzwischen haben die Geschwister dieser Lösung zugestimmt. maf




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