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WSV dankt Karl-Hermann Carius

Wassersportverein: Zuverlässiger Helfer wird Ehrenmitglied

RINTELN. Karl-Hermann Carius ist für sein langjähriges Engagement für den Wassersportverein Rinteln von der WSV-Vorsitzenden Karin Esken bei der Jahresversammlung zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt worden.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 18:00 Uhr

WSV-Vorsitzende Karin Esken (Mitte) ernannte Karl-Hermann Carius zum Ehrenmitglied und zeichnete Monika Fehse für 25 Jahre Zugehörigkeit aus. Foto: who
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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RINTELN. „Die Leute, die zu uns kommen, wollen in erster Linie rudern.“ Eine Teilnehmerin an der Jahresversammlung des Wassersportvereins Rinteln (WSV) hat mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht, was Mitglieder und Gäste hauptsächlich antreibt. Die Frage, mit welchem zusätzlichen Angebot – Grillabende beim Bootshaus am Doktorsee zum Beispiel – sich das Vereinsleben attraktiver gestalten ließe, lieferte deshalb kaum Diskussionsstoff. Umso mehr gab das gemeinsame Erinnern an die miteinander erlebten Fahrten her.

Im mehr als 80 Seiten starken Jahresrückblick 2018 ist nachzulesen, dass die WSV-Ruderer „gleich im Januar zu Fahrten und Trainingseinheiten starten“ – wenn es das Wetter zulässt. Hat es aber nicht, denn von Ende Dezember bis Anfang März galt bei Pegelständen von über 4,85 Metern Fahrverbot. Deshalb und wegen des zeitweise zugefrorenen Doktorsees kamen nur etwa zehn Prozent der sonst üblichen im Boot verbrachten Kilometer zusammen.

Am 8. April konnte es dann endlich losgehen – mit gleich fünf Doppelvierern bei schönstem Frühlingswetter und ohne Gegenwind auf der Weser von Hameln nach Rinteln. Bis zum Abrudern am 11. November – wie es sich beim WSV gehört ebenfalls auf der Weser von Hameln nach Rinteln – folgten viele Fahrten. Darunter als eine der eindrucksvollsten die Wanderfahrt in Mecklenburg von der Müritz zu den Schweriner Seen, ausgearbeitet vom früheren WSV-Vorsitzenden und Ruder-Tour-Guide aus Leidenschaft, Friedrich-Wilhelm Hoppe.

Pokale für die meisten Kilometer auf dem Wasser (von links): Helga Kunze, Annika Stock, Barbara Melzer und Adrian Klingemann als jugendlicher Vielruderer. Foto: who

Rudern ist ein Sport, der sich nicht nur in einem großen Erholungs- und Freizeitwert, sondern auch in messbarer Kilometerleistung und im Erwerb von Fahrtenabzeichen sowie Pokalen ausdrückt. Schon zum 47. Mal fuhr Hoppe das goldene Abzeichen in der Altersklasse Ü 60 ein – mit im Vorjahr 1839 Kilometern im Fahrtenbuch. Die 35. Goldplakette gab es bei 1073 Kilometern für Manfred Esken. Wie Hoppe war er früher ebenfalls „Kapitän“ des WSV. Passabel fiel auch das Jahresergebnis von 1088 Kilometern von Margarete Gottschlich bei ihrem ersten goldenen Fahrtenabzeichen aus. Es gab noch 19 weitere Ruderinnen und Ruderer, die 2018 ebenfalls auf Goldkurs fuhren. Und mit Adrian Klingemann empfiehlt sich nicht zum ersten Mal ein jugendlicher Nachwuchsruderer als „WSV-Spitzen-Kilometermacher“ für die Zukunft. Wie schon im vorigen Jahr räumte er ab, was abzuräumen war – mit Pokalen für eine Gesamtjahresleistung von 4107 Kilometern bei 225 Fahrten.

Aber als Leistung zählt beim WSV Rinteln nicht nur, was sich direkt auf dem Wasser abspielt. Das machte die Vorsitzende Karin Esken mit ihrem Sonderehrungsteil deutlich, als sie allen fleißigen Helfern an Land dankte, unter ihnen vor allem Karl-Hermann Carius, der sich seit vielen Jahren „um unser Fahrzeug kümmert und immer eine günstige Werkstatt findet, in der er selber mitarbeiten kann“. Deshalb und weil Carius immer bereit ist, den Fahrdienst zu übernehmen, wenn Ruderer mit ihren Booten zum Startpunkt zu fahren oder nach den Touren wieder abzuholen sind, wurde er zum Ehrenmitglied des Wassersportvereins ernannt.




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