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Derzeitige Sicherung bei Veranstaltungen zu personalintensiv

Wer zahlt für Brandschutz-Nachrüstung im Brückentorsaal?

RINTELN. Über die Defizite des Brandschutzes im Brückentorsaal informierte jetzt ein Gutachter und Brandschutzingenieur. die derzeitige Sicherung bei Veranstaltungen im Saal sei zu personalintensiv. Die entscheidende Frage dabei ist, wer für eine möglicherweise notwendige Nachrüstung zahlt.

veröffentlicht am 08.11.2018 um 17:43 Uhr

Dirk Schlomann steht den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort. Foto: tol
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Hans Weimann Reporter
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RINTELN. Der Gutachter und Brandschutzingenieur Dirk Schlomann aus Bad Oeynhausen hat in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses persönlich Rede und Antwort gestanden und klargemacht, wo die Defizite des Brandschutzes im Brückentorsaal liegen: kein Rauchabzug, undefinierte Brandlasten über der Decke, keine getrennten Rettungswege, keine brandschutztechnische Trennung zu den Nachbarkomplexen. Eine nähere Untersuchung der Nachbarobjekte habe nicht in seiner Zuständigkeit gelegen.

Bürgermeister Thomas Priemer betonte, dass in dieser Sache bereits Gespräche mit den Eigentümern stattgefunden hätten, die Situation werde geprüft. Sollte sich dabei herausstellen, dass es Probleme mit den brandschutzrechtlichen Bestimmungen gebe, werde man entsprechende Maßnahmen mit den Eigentümern absprechen, so der Bürgermeister.

Auf Nachfrage betonten Schlomann und Priemer, die Nutzung des Brückentorsaals sei derzeit unter den von der Stadt getroffenen Maßnahmen sicher. Das Problem allerdings: Auf Dauer sei diese Art der Sicherung nicht durchzuhalten, da sehr personalintensiv.

Wie eine brandtechnische Nachrüstung aussehen könnte, die technisch machbar ist, skizzierte Ratsherr Kay Steding, selbst Baufachmann: Brandschutzmauern, Brandschutztüren, Rauchabzug und Veränderungen an der Dachkonstruktion.

Entscheidende Frage: Wer zahlt bei einer „Nachrüstung“? Grundlage dafür sind die Verträge mit den anderen Teileigentümern, nach der Einschätzung des Ratsherrn und Juristen Heinrich Sasse keine „notarielle Meisterleistung“. Allein der Satz, jeder müsse „für die Kosten aufkommen, die mit seinem Sondereigentum verbunden sind“, sei eine Einladung zu künftigen Rechtsstreitigkeiten.

Auf Nachfrage schilderte Schlomann, dass sich die Bestimmungen des Brandschutzes grundsätzlich nicht geändert hätten. Anforderungen an Brandwände, Treppenhäuser und Rettungswege habe es schon immer gegeben. Geändert habe sich nur der Umgang mit diesen Vorschriften.wm




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