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Resolution "Keine weitere Versalzung der Weser"

Weser soll sauber bleiben

RINTELN/LANDKREIS. Der Kreisrat hat eine Resolution „Keine weitere Versalzung der Weser“ einstimmig verabschiedet. Dabei geht es um Pläne des Kasseler Unternehmens K+S, betroffen wären vor allem der Südkreis und das Rintelner Naturschutzgebiet „Auenlandschaft Hohenrode“, wo seltene und schützenswerte Vogelarten heimisch sind. Bei der Resolution handelt es sich um eine Initiative der Schaumburger Grünen.

veröffentlicht am 15.07.2020 um 13:02 Uhr

K+S hat beim Land Hessen beantragt, mehr Salz in die Weser einleiten zu dürfen. Die Forderung der Schaumburger Grünen wurde auf Anfrage der SPD um den Zusatz erweitert, die Kreisverwaltung solle sich nur bei der niedersächsischen, sondern auch der hessischen Regierung gegen die K+S-Pläne aussprechen.

Der SPD-Abgeordnete Dieter Horn, auch Ortsbürgermeister des Rintelner Ortsteils Engern, erinnerte an die „stinkende Kloake“, die die Weser von den siebzigern bis in die neunziger Jahre gewesen sei. Grund seien damals Industrieabwässer aus der DDR gewesen. „Damals konnten wir uns nicht dagegen wehren.“

Nach dem DDR-Aus habe sich die Wasserqualität deutlich verbessert, sogar schwimmen könne man wieder in der Weser. „Was K+S da vorhat, würde uns um Jahre zurückwerfen.“

Der Grüne Michael Dombrowski zitierte aus den K+S-Plänen, denen zufolge der Anteil an Stoffen wie Kalium und Magnesium sich bis 2028 teilweise verdreifachen soll. CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemuth erklärte, die Christdemokraten schlössen sich Resolution und Zusatzantrag an. „Wir ziehen in dieser Sache alle an einem Strang.“ jcp




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