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Rückblick auf das Schaumburg-Wetter

Wetterextreme am laufenden Band

RINTELN/LANDKREIS. Ein einzigartiges Wetterjahr geht zu Ende. Die Kombination von extremer Trockenheit, zahlreichen Temperaturrekorden und einer geradezu mediterranen Sonnenscheindauer machten 2018 zu einem Jahrhundert-, wenn nicht sogar Jahrtausendereignis. Neben unfassbaren Bestmarken in Sachen Sommer- und Hitzetagen wurden auch bei den Regen- und heiteren Tagen (mindestens 1 mm Niederschlag, beziehungsweise 80 Prozent Sonne) in den Klimareihen erste oder zweite Plätze erobert.

veröffentlicht am 30.12.2018 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 30.12.2018 um 19:30 Uhr

Der Supersommer freut besonders die Freibadgäste. Foto: tol
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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RINTELN/LANDKREIS. Ein einzigartiges Wetterjahr geht zu Ende. Die Kombination von extremer Trockenheit, zahlreichen Temperaturrekorden und einer geradezu mediterranen Sonnenscheindauer machten 2018 zu einem Jahrhundert-, wenn nicht sogar Jahrtausendereignis. Neben unfassbaren Bestmarken in Sachen Sommer- und Hitzetagen wurden auch bei den Regen- und heiteren Tagen (mindestens 1 mm Niederschlag beziehungsweise 80 Prozent Sonne) in den Klimareihen erste oder zweite Plätze erobert.

Januar – einer der

wärmsten seit 20 Jahren

Anhaltende Westwinde lassen im Schaumburger Land nur leichte Minusgrade zu. Pünktlich zum elften Jahrestag von Orkantief „Kyrill“ sorgt die wilde „Friederike“ am 18. Januar für Orkanböen bis 126 Stundenkilometern in Bückeburg. Der Monat endet viel zu warm und fast ohne Schnee.

Februar – Der Winter

zeigt seine Zähne

Ein sogenannter Polarwirbelsplitt bringt im Februar eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage. Dies leitet letztendlich eine der längsten Trockenperioden in der Klimageschichte Deutschlands ein. Durch nördliche bis östliche Winden reihen sich 25 Frosttage mit Tiefstwerten bis zu minus 11,2 Grad (Bückeburg/28. Februar) aneinander. Die Kälteperiode macht den Februar zum ersten richtigen Wintermonat der Saison mit einer zeitweilig dünnen Schneedecke. Spärliche Niederschläge und viel Sonnenschein runden das Bild ab.

März – Der Winter

geht in die Verlängerung

In den ersten Märztagen hält die Kälte mit Frost und Schnee noch an, bevor kräftiges Tauwetter einsetzt. Ab Monatsmitte nimmt Väterchen Frost erneut Fahrt auf, was die aufkeimende Vegetation in ihrer Entwicklung um über zwei Wochen zurückwirft. Trotz des viel zu kalten Wetters ist eine Schneeauflage nur in höhern Lagen noch ein Thema.

April – Vom Winter

in den Sommer

Im April setzt sich ein blockierendes Hoch über Osteuropa fest. So kann sehr warme Luft aus der Sahara Norddeutschland aus dem Winter direkt in den Sommer katapultieren. Unsere Region bringt es auf drei Sommertage und Bückeburg am 19. April auf 27,3 Grad. Mit durchschnittlich 13,2 Grad zieht der Monat am bisherigen Rekordhalter April 2009 knapp vorbei.

Mai – Hitze und

Trockenheit breiten sich aus

Im Mai bleiben die heißen Südwinde stabil. Örtlich entwickeln sich kräftige Gewittergüsse, die aber nur punktuell treffen. 14 Sommer-, darunter vier Hitzetage (mindestens 30 Grad), sorgen in den Freibädern für volle Kassen, bei den Landwirten aber für erste tiefe Sorgenfalten. Ein Wärmeplus von 3,5 Grad macht den Mai zum mit Abstand jemals wärmsten.

Juni – Unverändert

warm und trocken

Am Südrand eines Skandinavienhochs dominiert im Juni eine östliche Strömung. Der böige und trockene Wind dörrt die Böden weiter aus. Vielerorts hat es seit Anfang Mai kaum geregnet.

Der Wetterrückblick aufs zweite Halbjahr erscheint in der nächsten Ausgabe.




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