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Gert Armin Neuhäuser beantragt, alle städtischen Ampeln mit den Abbiegehilfen auszurüsten

WGS will 60 Trixi-Spiegel aufstellen

RINTELN. Der Bericht unserer Zeitung über einen sogenannten Trixi-Spiegel an der Bahnhofsstraße hat WGS-Fraktionsvorsitzenden Gert Armin Neuhäuser auf den Plan gerufen. Er ist angetan von der kostengünstigen Erfindung, die dazu beitragen kann, sogenannte „Tote-Winkel-Unfälle“ zu vermeiden. Er beantragt daher, alle Ampeln im Stadtgebiet von Rinteln, die im Besitz der Stadt sind, mit entsprechenden Trixi-Spiegeln auszurüsten.

veröffentlicht am 12.10.2020 um 09:30 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Und zwar mit je einem Spiegel pro Fahrtrichtung. Er geht von nicht mehr als 60 Spiegel aus, die dafür notwendig seien und beantragt daher, 6000 Euro in den Haushalt 2021 einzustellen.

In der ausführlichen Begründung verweist Neuhäuser auf den geringen Preis aber hohen Nutzen der neuartigen Spiegel. Das Prinzip ist einfach: „Der Fahrzeugfahrer (Lkw-, Bus- und auch Pkw-Fahrer) sieht sich selbst im konvexen Spiegel (verkleinertes Bild) an einer Kreuzung und damit den Bereich vor und rechts neben sich. Somit sieht er auch jeden neben und vor seinem Fahrzeug Stehenden. Der berühmte tote Winkel ist mindestens hiermit einsehbar.“

Wichtig sei dafür auch, dass jeder Fahrer weiß, warum der Spiegel dort hänge. In der Schweiz seien bereits einige tausend dieser Trixi-Spiegel seit über 20 Jahren erfolgreich im Einsatz.

Neuhäuser argumentiert, ein Lkw-Fahrer müsse bis zu fünf Außenspiegel sowie die Ampel und den fließenden Verkehr im Auge haben. Der Trixi-Spiegel biete eine Chance, um tote-Winkel-Unfälle zu vermeiden.

„Jede Hilfestellung am Fahrzeug ist dafür natürlich willkommen. Ein Trixi-Spiegel an der Ampel ist sofort für jeden realisierbar, und der Fahrer hat mit einem Spiegel den gesamten Bereich vor und rechts neben sich im Blick“, so Neuhäuser. Er argumentiert weiter: „Solange es die Europäische Union nicht geregelt bekommt, für alle Lkw elektronische Abbiegeassistenten auch als Nachrüstung vorzuschreiben, stellt die Installation dieser Spiegel eine Initiative dar, die diesen Unfalltypus deutlich reduziert.“

Ein Spiegel koste inklusive Montage etwa 100 Euro. Gerechnet auf die etwa 15 Ampeln im Stadtgebiet, die der Stadt Rinteln gehören, und jeweils vier Abbiegerichtungen, ergeben sich maximal 60 Spiegel und dementsprechend 6000 Euro kosten.

Und sollte durch die Spiegel am Ende auch nur ein Unfall vermieden werden, habe sich die Investition bereits gelohnt.




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