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Nordstadt-Kita: Ran an die Roboter

Wie Schulanfänger spielerisch programmieren lernen

RINTELN. „Was macht meine Biene denn?“, wundert sich ein kleiner Junge und muss laut lachen. Eigentlich sollte der kleine Roboter zu seinen Füßen sich im Kreis drehen, doch stattdessen fährt er Zentimeter für Zentimeter rückwärts, bevor er schließlich doch noch beginnt, sich zu drehen.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 17:50 Uhr

Die Schulanfänger sind beim „Bee-Bot“-Workshop in der Nordstadt-Kita konzentriert bei der Sache. Foto: jaj

Autor:

Jessica Rodenbeck
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RINTELN. „Da hast du wohl die alte Programmierung nicht gelöscht“, vermutet die Erzieherin Julia Drewnitzky. Es ist ein besonderes Projekt, dass die Schulanfänger der Nordstadt-Kita völlig in ihren Bann schlägt: Sie sammeln erste Erfahrung im Programmieren. Allerdings nicht am Computer und mit langen Zahlenreihen, sondern mithilfe der putzigen Bodenroboter, die aussehen wie freundliche Bienen. Programmieren zum Anfassen und Miterleben in gewisser Weise.

Die kleinen Roboter können sich 40 Befehle merken, die die Kinder mithilfe von Richtungstasten eingeben können. Drückt das Kind beispielsweise auf die Pfeiltaste, die nach vorne zeigt, fährt die Biene später genau 15 Zentimeter vor, ein Druck auf den Pfeil, der nach rechts zeigt, lässt sie sich später genau 90 Grad in diese Richtung drehen.

Zu Beginn sind die Aufgaben, die Reinhard Stükerjürgen vom „Workshop-Team“ den Kindern gibt, einfach. Zunächst sollen die Bienen genau drei Felder nach vorne fahren. Konzentriert drücken die Kinder dreimal auf die Taste nach vorne und zählen dabei laut mit. Doch die Aufgaben werden schnell anspruchsvoller, da die Kinder das Prinzip unglaublich schnell verinnerlichen. Bereits nach weniger als einer Stunde schicken sie ihre Biene durch einen Parcours oder lassen sie auf Buchstaben-Tafeln zum gewünschten Feld krabbeln.

„Uns ist es wichtig, das die Kinder durch das Projekt lernen, ihr Handeln zu planen“, erklärt Kita-Leiterin Catrin Witt. Diese Fähigkeit, die auch beinhalte, sich selbst zu strukturieren, sei besonders im Hinblick auf die Schule wichtig. Gleichzeitig würden die Kinder spielerisch an die Logik des Programmierens herangeführt. Und auch das räumliche und logische Denken sowie die Kreativität der Schulanfänger werde durch den Workshop gefördert.

Der besondere Dank Witts gilt dem Förderverein der Nordstadt-Kita. Dieser hat die Kosten des Workshops für die insgesamt 16 Schulanfänger übernommen. Und das nicht zum ersten Mal. In Vergangenheit habe der Förderverein immer wieder naturwissenschaftliche Workshops mit Reinhard Stükerjürgen finanziert und den Kindern so Erlebnisse ermöglicht, die sonst nicht möglich gewesen wären.




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