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Familie Frommann überzeugt mit Qualität und Herzlichkeit

Wieder offen: Der Goldbecker Krug

GOLDBECK. Wirtshäuser wie dieses waren mal der Mittelpunkt eines jeden Dorfes. Der neueste Dorftratsch wurde ausgetauscht, das Feierabendbier getrunken, gemütliche Familienfeste gefeiert und auch Politik gemacht. Doch das sind sie schon lange nicht mehr. Im Schnitt machen jedes Jahr mehr als tausend zu. Doch Familie Frommann arbeitet gegen den Trend. Die Eheleute Dirk Viktor und Barbara Frommann haben in Goldbeck das Traditionsgasthaus Goldbecker Krug vor vier Wochen wiedereröffnet.

veröffentlicht am 19.09.2018 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 19:30 Uhr

Die Außenplätze liegen zwar an der Straße, doch viele Besucher finden das gerade schön. Foto: seb
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Sebastian Blaumann Redakteur zur Autorenseite
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GOLDBECK. Wirtshäuser wie dieses sind mal der Mittelpunkt eines jeden Dorfes gewesen. Der neueste Tratsch wurde ausgetauscht, das Feierabendbier getrunken, gemütliche Familienfeste gefeiert – und auch Politik gemacht. Doch das sind sie schon lange nicht mehr. Im Schnitt machen jedes Jahr mehr als tausend zu. Doch Familie Frommann arbeitet gegen den Trend. Die Eheleute Dirk Viktor und Barbara Frommann haben in Goldbeck das Traditionsgasthaus Goldbecker Krug vor vier Wochen wiedereröffnet.

„Es ist zurück im Familienbesitz“, sagt Dirk Viktor Frommann. Der 50-Jährige wird von den Goldbeckern Dirk gerufen, doch Freunde nennen ihn Viktor. „Das ist auch eigentlich mein Rufname“, klärt Frommann auf. Vor gut 20 Jahren war er bereits im Hotel- und Gastronomiebereich beschäftigt. Zuletzt führte er Pflege- und Lackierarbeiten an Automobilen durch. „Die Erbpacht war abgelaufen und so haben wir die Chance genutzt, den Krug wieder aufzumachen“, berichtet Frommann.

Der in Goldbeck geborene Frommann setzt auf Qualität. „In unserem Landcafé gibt es selbst gemachte Torten, auch vegan und glutenfrei. Die Brötchen und Brote für das Frühstück und die Burger stammen aus eigener Produktion, und auch die Abendessen sind reichhaltig. Bei uns wird jeder satt“, ist sich Frommann sicher.

Dirk Viktor und Barbara Frommann haben den Goldbecker Krug wieder eröffnet. Foto: seb
  • Dirk Viktor und Barbara Frommann haben den Goldbecker Krug wieder eröffnet. Foto: seb
Ortsbürgermeister Bodo Budde (re.) lässt sich den Kaffee und die Himbeer-Schoko-Torte schmecken. Foto: seb
  • Ortsbürgermeister Bodo Budde (re.) lässt sich den Kaffee und die Himbeer-Schoko-Torte schmecken. Foto: seb
Der Goldbecker Krug ist ein Wirtshaus mit einer langjährigen Geschichte. Foto: seb
  • Der Goldbecker Krug ist ein Wirtshaus mit einer langjährigen Geschichte. Foto: seb

Der Schankraum bietet Platz für circa 25 Gäste, die Außensitzplätze für 15. Der Saal kann um die 50 Besucher beherbergen. „Wir haben montags erst ab 18 Uhr geöffnet, sonst aber jeden Tag ab 8 Uhr und dann bis Open End“, so Frommann.

Seit vier Wochen läuft der Betrieb im Goldbecker Krug wieder. Von der Dorfgemeinschaft wird das Wirtshaus sehr gut angenommen. Auch viele Wanderer, Fahrradfahrer und Biker aus Rinteln, Detmold und Hameln machten bereits Rast in der Schenke. Der Ortsbürgermeister vom Taubenberg, Bodo Budde, ist von der Wiedereröffnung begeistert. „Der Krug ist für das Dorfleben eine enorme Bereicherung. Das Ambiente und die Qualität stimmen, und die neuen Inhaber überzeugen mit großer Herzlichkeit“, findet Budde nur lobende Worte.

Die neuen Wirtsleute haben Ideen. Eine neue Süd-West-Terrasse soll angelegt werden, ein Billardzimmer mit zusätzlich einem Kickertisch für die Dorfjugend schon bald für Kurzweil sorgen. „Es sind in diesem historischen Gebäude viele Vorschriften zu beachten. Aber das Bauamt und der Brandschutz der Stadt Rinteln legen uns keine Steine in den Weg“, freut sich Frommann über das gute Miteinander. Man trete auch nicht in Konkurrenz zum Dorfgemeinschaftshaus oder zum Dorflädchen. Man sei lediglich eine neue Alternative. Budde hofft, dass die neuen Wirtsleute Durchhaltevermögen zeigen und den Goldbecker Krug in neuem Glanz erstrahlen lassen.




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