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Aber Ruderer des WSV Rinteln planen Sommertouren

WSV Rinteln: Seit vier Monaten auf dem Trockenen

RINTELN. Wie bei den meisten Sportarten ist auch der WSV – Rinteln durch die Auflagen wegen der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Die Ruderinnen und Ruderer vom Doktor-See sind überwiegend Wanderruderer und sitzen im Mannschaftsboot, meist im „Vierer“ mit Steuermann. Jedes Jahr legen die WSV`er mehr als 30 000 Kilometer zurück. Dabei sind sie auf fast allen Flüssen und Seen zwischen Nordsee und Alpen unterwegs.

veröffentlicht am 26.06.2020 um 16:00 Uhr

Im 1. Halbjahr 2020 mussten bereits mehrere große Fahrten abgesagt werden. Die langen und sorgfältigen Vorplanungen waren vergeblich. So fielen den Auflagen die Frühlingsfahrt in Mecklenburg, die Barkenfahrt auf der Oberweser, unter dem Titel „Rudern & Kultur“, die Frauenfahrt auf der Aller, die Jugendfahrt auf der Havel, die Langstreckenfahrt auf der Elbe und die Teilnahme an den abgesagten Langstreckenregatten Wesermarathon und Allerrallye, den Beschränkungen zum Opfer.

Während man in NRW akzeptiert, dass der Abstand im Ruderboot nur 1,3 Meter zu betragen braucht, das ist der Abstand von Mann zu Mann auf dem Rollsitz, ist man in Niedersachsen in dieser Hinsicht kleinlicher. Obwohl man im Freien rudert und der Vordermann einem den Rücken zukehrt, gibt es noch keine Lockerung.

Für Juli ist eine Herrenfahrt auf dem Rhein vorgesehen, im August eine große Tour vom Malchiner See über die Trebel und Peene bis ins Stettiner Haff nach Peenemünde.

Im September soll die Gemeinschaftsfahrt mit den Ruderern des TuS Niedernwöhren auf Unstrut und Saale durchgeführt werden.

Man hofft im Verein, dass bis dahin die Auflagen weiter gelockert werden oder ganz wegfallen und die Ruderer für die beiden letzten großen Fahrten im Jahr in Brandenburg und die Adventswanderfahrt auf der Oberweser die Boote wieder aufs Wasser bringen können. Da man die großen Fahrten mit bis zu 40 Teilnehmern teilweise ein Jahr im Voraus planen muss, ist man den Hotels und den Reisebusunternehmern dankbar, dass die Stornierungen meist kostenfrei möglich sind.

Die seit vielen Jahrzehnten im Deutschen Ruderverband in der Spitzengruppe etablierten Ruderer der Weserstadt sehnen die Lockerungen für ihre Sportart herbei.

Immerhin ist das Bootshaus am Doktor-See seit zwei Wochen wieder geöffnet und so können sich die Mitglieder zumindest, unter Einhaltung der Auflagen, zu Gesprächen und zum Arbeitsdienst treffen. r