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„Prowind“ will zwei Windräder bei Silixen bauen

Zwei 240-Meter-Windräder direkt an der Grenze zu Möllenbeck?

SILIXEN. Man wird sie von Krankenhagen und Möllenbeck aus sehen können, die 240 Meter hohen Windräder, die das Unternehmen „Prowind“ aus Osnabrück nördlich von Silixen bauen möchte. Eigentlich ein Selbstgänger, denn das Unternehmen, das Windkraftanlagen nicht nur projektiert, sondern auch betreibt, hat sich bereits genehmigte Vorrangflächen für die Windkraft als Standort ausgesucht. Aber der Bauausschuss widerspricht.

veröffentlicht am 06.03.2019 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 06.03.2019 um 19:00 Uhr

Grafik: Lippische Landes-Zeitung
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Autor

Hans Weimann Reporter
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Anders als die Stadt Rinteln hat die Gemeinde Extertal nämlich 2016 sogenannte „Konzentrationszonen“ für Windkraftanlagen ausgewiesen. Sieben Zonen, verteilt über das gesamte Gemeindegebiet, eben auch in Silixen.

Das Windkraft-Unternehmen könnte also loslegen, gebe es da nicht ein Problem: Die Rotorblätter eines Windrades ragen über die Grenzen der Windkraftzone hinaus. „Flügelüberstrich“ nennt man das in der Branche.

Das sieht man auch im Bauamt Extertal als Problem. Um das zu lösen, müsste die Gemeinde ihren Flächennutzungsplan ergänzen. Doch das hat jetzt der Bauausschuss auf Empfehlung der Verwaltung einstimmig abgelehnt. Sollte die Gemeinde dem nämlich zustimmen, könnte das Begehrlichkeiten bei anderen Windkraft-Unternehmen wecken.

Der Journalist Jens Rademacher („Lippische Landes-Zeitung“) hat über diesen Fall mit dem Prowind-Abteilungsleiter Thomas Berens gesprochen. Der will an dem Projekt wie geplant festhalten. Denn ein kleinerer Rotordurchmesser sei an dem „ohnehin windschwachen Standort“ nicht mehr wirtschaftlich. Außerdem sei der Zuschnitt der Windkraftflächen nicht mehr zeitgemäß angesichts der Dimensionen der modernen Windkraftanlagen. Die Firma kann sich jetzt an den Kreis Lippe wenden, um eine Genehmigung für ihr Vorhaben zu bekommen.

Die Stadt Rinteln, die bereits bei der Aufstellung des Flächennutzungsplanes für das Extertal eine Stellungnahme abgegeben hat, ist grundsätzlich gegen Windräder in diesem Gebiet, unabhängig von der Rotorgröße.




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