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Kooperation vereinbart

Zwei gymnasiale Oberstufen für IGS, BBS und Ernstinum

RINTELN. Eine eigene Oberstufe für die Rintelner IGS bleibt trotz des geplanten Millionen-Neubaus eine Utopie. Daher werden IGS und die Berufsbildenden Schulen ab dem Jahr 2020 eine gemeinsame Oberstufe unterhalten. Und auch der Lehrertausch mit dem Gymnasium Ernestinum soll künftig einfacher werden.

veröffentlicht am 26.10.2018 um 17:23 Uhr

Beim Einsatz der Lehrkräfte wollen die drei Rintelner Schulformen dynamischer werden – und es den Schülern so einfacher machen. Vertreter von Schulen, Landkreis und Landesschulbehörde unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Foto: Momo

Autor:

Maurice Mühlenmeier

RINTELN. Eine eigene Oberstufe für die Rintelner IGS bleibt trotz des geplanten Millionen-Neubaus eine Utopie. Mit den voraussichtlich 54 Schülern, die an der IGS die Oberstufe besuchen würden, werde sich das einfach nicht rechnen. Dies wurde gestern bei einem Pressetermin von Vertretern der Landesschulbehörde Hannover, der Rintelner Schulen und des Landkreises Schaumburg an den Berufsbildenden Schulen (kurz BBS) deutlich.

Außerdem sei zu befürchten, dass zwei „konkurrierende“ Oberstufen von IGS und den BBS, die um insgesamt zu wenige Schüler werben, sich damit gegenseitig kannibalisieren könnten. Daher werden beide Schulen ab dem Jahr 2020 eine gemeinsame Oberstufe unterhalten. Dieser Plan wurde gestern freudig bekannt gegeben und die Kooperationsvereinbarung direkt unterschreiben.

Schon vor vier Jahren startete die niedersachsenweit einzigartige Initiative von IGS und BBS. „Es war damals schon abzusehen, dass die IGS in Rinteln nicht genug Schüler für eine eigene Oberstufe aufbringen können wird“, so Günter Potthast, Studiendirektor der Berufsbildenden Schulen der Weserstadt. „Die Erfahrung zeigte, dass der Großteil der Absolventen der IGS eine Oberstufe an der BBS besuchen“, erklärte Potthast.

Künftig sollen verstärkt Lehrkräfte für bis zu drei Jahre zwischen IGS und BBS abgeordnet werden. Aber auch ein Lehrertausch mit dem Gymnasium Ernestinum – das künftig direkt neben dem Neubau der Integrierten Gesamtschule auf der Burgfeldsweide stehen wird – sei möglich. „Die Lehrer, die derzeit an der IGS unterrichten, werden auch an der Oberstufe der BBS Rinteln unterrichten können“, betont IGS-Schulleiter Torsten Rudolf. So sollen möglichst viele Schüler ihre bereits bekannten Lehrer in der Oberstufe wiederfinden.

Auch der Wechsel auf das berufliche Gymnasium soll erleichtert, die Lehrpläne sollen angepasst werden. „Zudem kann nun jeder Schüler, bedingt durch den beispielsweise wirtschaftlichen Schwerpunkt der Oberstufe an der BBS, individuell gefördert werden“, führt Rudolf aus.

Auch Heike Bickmann zeigt sich begeistert: „Dies ist ein einmaliges Projekt in Niedersachsen und darüber hinaus“, so die Dezernatsleiterin der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Kreisrätin Katharina Augath ist froh, dass die Initiative zu dieser Kooperation aus den Schulen selbst kam: „Wir können nicht an den Schulen rütteln und sie auffordern: Seid endlich dynamisch!“




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