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Non-Food-Discounter zieht an die Hüttenstraße / Stadtmarketing: Ansiedlung zeigt Potenzial Stadthagens

Ab August gibt es Action

STADTHAGEN. Die holländische Non-Food-Discounterkette Action eröffnet am 2. August eine Filiale an der Hüttenstraße. Das hat das Unternehmen auf Anfrage bestätigt. Auf ihrer Website haben die Niederländer deutschlandweite Stellenausschreibungen veröffentlicht, darunter einige für Stadthagen.

veröffentlicht am 19.07.2018 um 17:24 Uhr

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Autor:

Jan-Christoph Prüfer
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Insgesamt sollen 25 Arbeitsplätze entstehen, teilt Action-Sprecherin Kim Radak mit. Wie sich Voll-, Teilzeit- und Aushilfskräfte auf diese verteilen, sei noch nicht abschließend geklärt. „Es ist tatsächlich sehr unterschiedlich von Filiale zu Filiale, je nach Arbeitsmarktlage in der Region“, sagt Radak.

In einem Action-Markt gebe es aber immer vier bis fünf Vollzeitkräfte. Die restlichen 20 Mitarbeiter teilten sich „sehr unterschiedlich“ in Teilzeitkräfte und Minijobber auf. Meistens seien es aber zu zwei Dritteln Teilzeitkräfte.

Vor genau fünf Jahren, im August 2013, schloss an selber Stelle mit der Adresse Hüttenstraße 50 der Getränkemarkt Hoffmann wegen Unrentabilität. Action mietet das Objekt.

Auf den 790 Quadratmetern will die holländische Kette 14 Produktkategorien anbieten: Dekoration, Heimwerken, Spielzeug & Unterhaltung, Büro & Hobby, Multimedia, Haushaltswaren, Garten & Outdoor, Waschen & Reinigen, Essen & Trinken, Körperpflege, Haustiere, Mode & Heimtextilien und Sport. Jede Woche gibt es nach Darstellung von Sprecherin Radak 150 neue Artikel. „Von unseren 6000 Artikeln sind nur ein Drittel dauerhaft im Sortiment. Der Rest wechselt ständig.

Ob das Angebot zum Problem für die Einzelhändler der Innenstadt wird, vermag der Stadtmarketingsvorsitzende Günter Raabe noch nicht zu beurteilen. „Man muss erstmal abwarten, wie genau das Sortiment aussieht.“ Zunächst einmal sei die Ansiedlung aber zu begrüßen. „Das zeigt, dass Stadthagen interessant ist für Firmen und Ketten und dass es hier Potenzial gibt“, sagt Raabe.

„Tatsächlich suchen wir immer Standorte, die ein Einzugsgebiet von mindestens 30 000 Einwohnern haben“, sagt Action-Sprecherin Radak. „Gute Anfahrtsmöglichkeiten“ seien ebenso obligatorisch. Weiterhin hätte ausreichende Parkplätze für die Kreisstadt gesprochen.

Eine weitergehende Analyse der Standorte zum Beispiel mit Blick auf die Bevölkerung gebe es aber nicht, da die Zielgruppe „breit gefächert“ sei. Radak beschreibt das Action-Sortiment als „attraktiv“ unabhängig von Faktoren wie Alter und Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsschicht.

Bürgermeister Oliver Theiß zeigt sich erfreut, dass ein Leerstand behoben wird. Seit Schließung des Getränkemarktes 2013 habe es nur private Anfragen für die Halle gegeben, die aber im Sande verliefen. Konkurrenz für den Einzelhandel der Innenstadt sieht Theiß nicht, schließlich gebe es mit Jawoll bereits Vergleichbares in der Nähe. „Ich denke, wer etwas aus dem Action-Markt will, fährt da gezielt hin und wird davon nicht aus der Innenstadt herausgelockt“, sagt der Verwaltungschef.

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