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Johanna und Kira erzählen von ihren Erwartungen / Neuer Lebensabschnitt für Kinder und Eltern

Ab in die Schule

STADTHAGEN. Heute beginnt für 181 Stadthäger Abc-Schützen – und häufig auch ihre Eltern – ein neuer Lebensabschnitt. Denn nun sind sie Grundschüler und keine Kindergartenkinder mehr. Wie blicken denn die Erstklässler auf ihre Einschulung? Die Zeitung hat mal nachgefragt.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 15:54 Uhr

Die sechsjährigen Johanna und Kira (kleines Bild) werden heute eingeschult. Die Ranzen sind gepackt und die Aufregung groß. Fotos: col/pr.

Autor:

Mira Colic
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Die kleine Johanna ist schon ganz gespannt auf die Schule, aber etwas mulmig ist ihr doch zumute. Denn keiner ihrer Freunde aus dem Kindergarten wird zusammen mit ihr die Schule Am Stadtturm besuchen – auch ihre beste Freundin Lina nicht, was die Sechsjährige ganz traurig findet: „Aber vielleicht sind wir wieder zusammen, wenn wir in die fünfte Klasse kommen.“

Traurig fand Johanna auch den Abschied von den Erzieherinnen aus dem Waldkindergarten. „Ich wurde da rausgeschmissen“, erzählt Johanna. „Das musst du mal erklären“, sagt ihre Mama Julia Deguillage. Und das macht die Sechsjährige gerne: „Die Erzieher haben mich an den Armen und Beinen genommen und auf eine Matte geworfen.“


Aufs Lesenlernen freut sich
Johanna am meisten

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Am meisten freut sich Johanna darauf, lesen zu lernen. Bisher kann sie schon ein Buch auswendig: „Grüffelo“, das Lieblingsbuch ihrer Mama. Und auch rechnen kann die Sechsjährige gut und trumpft gegenüber ihrem Bruder Mathis auf: „Du weißt nicht, wie viel vier plus vier sind.“ Mit „86“ lag der Fünfjährige tatsächlich etwas daneben. „Acht“, freut sich Johanna.

Ihre Schultüte mit einem Delfin drauf, selbst genäht von Mama Julia, sowie der pinkfarbene Schulranzen stehen schon bereit. Die ganze Familie wird heute dabei sein, erst beim Einschulungsgottesdienst und später dann bei der Feier im Garten. Denn auch für die Eltern beginnt jetzt eine neue Ära, ist Johanna doch die Älteste von vier Kindern und damit die erste, die eingeschult wird.

„Natürlich wird sich auch für uns einiges ändern. Nicht nur, dass wir jetzt auf die Ferien angewiesen sind, wenn wir in den Urlaub fahren wollen, sondern im ganzen Tagesablauf“, sagt Julia Deguillage. Bisher habe sie die beiden älteren Kinder gemeinsam in den Kindergarten gebracht. Künftig wird wohl ihr Mann Johanna mit dem Fahrrad zur Schule bringen, bevor er zur Arbeit fährt, „und ich hole sie dann später ab“. Enttäuschenderweise wohl mit dem Auto, wie ihre Mutter Johanna erklärt, schließlich müssen die vier Monate alte Julie und der zweijährige Sami auch mit.

Die sechsjährige Kira wird ab nächster Woche von ihrer Mama zur Schule am Sonnenbrink gefahren. Auch der große Bruder Jannik, der am Donnerstag in die dritte Klasse gekommen ist, wird wohl mit dem Mama-Taxi mitfahren – und die damit verbundenen 20 Minuten mehr Schlaf ausnutzen.

Kira blickt ihrem ersten Schultag heute mit gemischten Gefühlen entgegen – kennt sie doch kaum jemanden in der neuen Schule. Nur zwei Kinder aus ihrem Kindergarten kommen auch zum Sonnenbrink, aber in andere Klassen. Und von ihrer Klassenlehrerin kennt sie auch nur den Namen. Aber natürlich muss Kira heute ihren großen Tag nicht allein bestreiten. Zur Einschulung kommen auch die Großeltern und die Uroma mit, später gesellen sich zum Grillen im heimischen Garten auch noch Onkel, Tante und Freunde hinzu.
Lieber Gummibärchen
statt Schokolade

Und heute darf Kira auch endlich ihre orange-rote Schultüte auspacken. Was da auf keinen Fall fehlen sollte? „Gummibärchen und saure Gummibärchen“, ruft Kira. „Keine Schokolade.“ In ihrem lilafarbenen Schulranzen mit dem Einhorn drauf hat die Sechsjährige schon ihren Turnbeutel und die Federmappe drin. Und passend zum Ranzen haben Kira und ihre Mama das passende Outfit für den großen Tag gekauft: ein paillettenbesetztes blaues T-Shirt mit – was auch sonst – einem Einhorn drauf.

Bei der Frage, was sie denn schon kann, ruft Kira begeistert: „Still sitzen“. Und auch rechnen kann die Sechsjährige schon. Gerade bei Eiskugeln, die sie aus ihrem Playmobil-Eiswagen an die Familie verteilt, weiß sie schon ganz genau, wie viele das jetzt schon waren.




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