weather-image
Stadthäger Bier macht nach ruhiger Phase den nächsten Schritt / Braugeselle gesucht

Amtspforte aus der Flasche

STADTHAGEN. „Stadthagen bekommt sein Bier zurück“, titelte diese Zeitung damals. Nach der Pleite der Schaumburger Privat-Brauerei hatte Toni Ahn-Bosch eine Nummer losgetreten, die hängende Köpfe wieder aufrichtete. Nach Trubel zum Start wurde es still um den Chef des Hotels Amtspforte und sein Projekt Pils. Jetzt knallt’s wieder: Ab Herbst soll es Bier made in Schaumburg in Flaschen geben.

veröffentlicht am 25.06.2018 um 16:54 Uhr

270_0900_97768_s_Amtspfortenbier_2_rg.jpg

Autor:

jan-Christoph Prüfer
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

STADTHAGEN. Im August 2016 ist die Bombe geplatzt: „Stadthagen bekommt sein Bier zurück“, titelte diese Zeitung damals. Nach der symbolschweren Pleite der Schaumburger Privat-Brauerei hatte Toni Ahn-Bosch eine Nummer losgetreten, die hängende Köpfe wieder aufrichtete. Nach ordentlich Trubel zum Start inklusive Probetrinken bei Hagemeyer wurde es still um den Chef des Hotels Amtspforte und sein Projekt Pils. Jetzt knallt’s wieder: Ab Herbst soll es Bier made in Schaumburg in Flaschen geben.

Bisher hatte Ahn-Bosch sein Produkt nur fürs Fass produziert und war damit von der Anfangsphase abgesehen nicht unbedingt hausieren gegangen. Vom Tisch war das „Amtspforten-Bier“ aber zu keinem Zeitpunkt. Es konnte exklusiv im Hotel-Restaurant am Kreisel bestellt werden, beim Schützenfest füllten sich die Gläser des Amtspforten-Rotts mit dem lokalen Stoff.

„Das Tagesgeschäft hat mich auf Trab gehalten“, erhält Ahn-Bosch die relativ ruhige Phase. Selbst nennt er es nicht als zusätzlichen Grund, aber im September wurde bekannt, dass der Amtspforten-Wirt zusammen mit Hotelfachfrau Petra Gümmer künftig auch das „Lusthaus“ im Schlossgarten betreiben will.

Ahn-Boschs Gründungspartner, Daniel Sander von „Weser-Pils“, konzentriert sich zudem inzwischen wieder voll auf das eigene Unternehmen. „Es gab keinen Streit“, versichert Ahn-Bosch. Trotzdem gilt jetzt: Ein Braugeselle muss her. „Vielleicht als Minijob, da überlege ich noch“, sagt Ahn-Bosch. „Aber ich suche auf jeden Fall jemanden.“

Dieses Jahr nämlich will der Gastronom das nächste Kapitel in der Geschichte seines Gerstensaftes schreiben: Das Amtspforten-Bier soll es in Flaschen zu kaufen geben. Im Spätsommer oder auch Herbst könnte es soweit sein.

Die entsprechende Abfüllanlage hat Ahn-Bosch bereits gekauft. Sie lagert, wie der Wirt erklärt, „im norddeutschen Raum“ – er sei einfach noch nicht dazu gekommen, sie abzuholen.

Das Logo für ein Etikett gibt es bereits. Es ziert Bierdeckel, die in Ahn-Boschs Restaurant zum Einsatz kommen und – klar – das 500 Jahre alte Amtshaus beziehungsweise heutige Museum zeigen, die Amtspforte an der Obernstraße.

Erwartungen an die Mengen sollten aber erst einmal nicht zu hoch ausfallen. Die Abfüllanlage ist gebraucht und war bei einer Mikrobrauerei im Einsatz. „Die Dimension, in der ich das hier mache, ist immer noch die eines Hofladens“, sagt Ahn-Bosch.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare