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Knochentrockene Böden könnten Wasser kaum aufnehmen / Stadt, Feuerwehr und THW zeigen sich gerüstet

Auf Starkregen gut vorbereitet

STADTHAGEN. Nach wochenlanger extremer Trockenheit sind die Böden in Stadthagen knochentrocken und hart. Da heute laut Wetterprognose womöglich unwetterartiger Starkregen fallen wird, könnte das leicht zu Überflutungen führen, da die Böden das Wasser kaum aufnehmen können und dieses einfach nur auf der Oberfläche abläuft.

veröffentlicht am 08.08.2018 um 16:47 Uhr

Bauhof-Mitarbeiter Matthias Sölter sorgt für die Bewässerung junger Bäume auf den Wallanlagen. FOTO: SK

Autor:

Stefan Rothe und Vera Skamira
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Bis gestern waren Mitarbeiter des Bauhofs noch damit beschäftigt, von der Trockenheit gefährdete Bäume auf städtischem Areal mittels eines 4000 Liter fassenden Wassertanks zu bewässern – unter anderem auf dem Wall.

„Ein Problem ist, dass der Boden sehr trocken ist und das Wasser schlecht aufnimmt“, erklärt Bauhofmitarbeiter Matthias Sölter. Gern nutzt er deshalb Vertiefungen im Boden aus der Zeit, als die Bäume gepflanzt und an Pfähle gebunden worden waren. Die Pfähle sind inzwischen entfernt, die Löcher geblieben. Hier hinein gießt Sölter Wasser, das gleich tief in die Erde gelangt.

Eine ganz andere Problematik könnte der trockene Boden heute im Fall von Starkregen darstellen. Wie bereiten sich Stadtverwaltung, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) auf mögliche Überflutungen vor?

Für die einzelnen Hochwasserschutzanlagen existieren nach Auskunft von Stadtsprecher Marco Cordes entsprechende Pflegepläne, sodass sie grundsätzlich betriebsbereit seien.

„Beim letzten Starkregenereignis festgestellte Probleme sind beseitigt worden“, fährt Cordes fort: „So sind zum Beispiel Steuerungen von Rückhaltebecken erneuert worden, Drosseleinrichtungen wurden neu eingestellt und in einer Pumpstation ist eine größere Pumpe eingesetzt worden.“

Im Bedarfsfall, also bei anhaltendem Starkregen, würden vom Baubetriebshof die neuralgischen Stellen im Stadtgebiet abgefahren und gegebenenfalls Maßnahmen veranlasst. Eine Aufstockung der Rufbereitschaft erfolge im konkreten Fall abhängig von der Wetterlage, weil bei Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor Gewittern nicht abgeschätzt werden könne, wo konkret räumlich Starkregenereignisse eintreten werden, erläutert der Stadtsprecher.

„Wir sind voll und ganz auf mögliche Überflutungen vorbereitet“, sagt Sprecher Sönke Fischer namens der Stadthäger Feuerwehr: „Besondere Vorkehrungen müssen dafür nicht getroffen werden.“ Im Ernstfall würden binnen kurzer Zeit genügend Kräfte zu mobilisieren sein, versicherte Fischer. Auf den meisten der Feuerwehrfahrzeuge seien Tauchpumpen unterschiedlicher Leistungskraft installiert und sofort einsatzbereit: „Von uns aus könnte es jederzeit losgehen.“

Auch der hiesige Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) ist für den Fall des Falles bestens gewappnet. „Sollten alle Register gezogen werden müssen, können wir relativ schnell bis zu 57 Hilfskräfte mobilisieren“, erläutert der Ortsbeauftragte Bernhardt Hercht im Gespräch. Im THW-Lager befänden sich 1000 gefüllte Sandsäcke, bei Bedarf könnten weitere gefüllt werden. Man sei auf eine eventuelle Überflutung gut vorbereitet.




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