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Hupen und Motoraufheulen: Polizei ermahnt junge Männer / Beamte wollen bei Autokorsos durchgreifen

Autofahrer stören Kinder bei Festumzug

STADTHAGEN. Offenbar haben mehrere Autofahrer mit einem Autokorso am Wochenende den Umzug des Kinderschützenfestes gestört. Die Polizei bestätigte den Vorfall.
Die Wege der Kinder samt Stadthäge Spielmannzug sowie die sechs Fahrzeuge kreuzten sich auf Höhe Hagemeyer. Der Umzug der Jungen und Mädchen war – geschützt von Polizei und Feuerwehr – vom Markt kommend in Richtung Festhalle unterwegs.

veröffentlicht am 14.06.2018 um 17:51 Uhr

Die Feuerwehr schützt Kinderschützen und Spielmannszug. Foto: sk
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Die hochmotorisierten Autos fuhren dann, weil sie aufgrund der Sperrung nicht weiter kamen, auf der Bahnhofstraße nebeneinander und ließen nach Polizeiangaben immer wieder die Motoren aufheulen, hupten und lehnten sich wild gestikulierend aus den Fenstern. Im Anschluss fuhr der kleine Autokorso hinter dem Tross her, während ein Feuerwehrauto den Umzug von hinten sichert.

Als die Teilnehmer des Kinderschützenfestes auf dem Festplatz angekommen waren, nahm sich ein Polizist die Autofahrer an die Seite, die aufgrund der Sperrung der Enzer Straße immer noch warten mussten. Er führte mit ihnen nach Angaben der Behörde ein verkehrserzieherisches Gespräch. Von weiteren Repressalien sah der Beamte ab.

Die Polizei findet deutliche Worte für das Verhalten der jungen Männer: „Wenn man eine Traditionsveranstaltung durch Radau absichtlich stört, ist das mehr als unschön. Aber einen Festumzug von Kindern sowie einem Spielmannszug auf diese Art und Weise zu stören, ist noch verwerflicher“, sagt Axel Bergmann, Sprecher der Polizei.

Die Kreisstadt ist mittlerweile Autokorso-erprobt. Immer wieder kommt es bei Großhochzeiten in der Festhalle zu Autoketten quer durch die Stadt – und sogar über den Marktplatz. Etliche Stadthäger ärgern sich über diese Art zu feiern. Die Polizei macht in diesem Zusammenhang deutlich: „Generell tolerieren wir, wenn Menschen Hochzeit feiern. Aber dabei müssen Grenzen eingehalten werden“, betont Bergmann. „Beim Befahren des Marktplatzes ist diese Grenze deutlich überschritten. Die Fußgängerzone ist tabu.“ Dem Autofahrer droht nach Angaben des Sprechers mindestens ein Verwarngeld. „Sollten durch einen Autokorse Passanten gefährdet werden, wird’s richtig teuer“, warnt er. Im Falle des Schützenfestes sei unklar, was die sechs Fahrer gefeiert haben.

Die Polizei warnt mit Blick auf die Fußball-WM Autofahrer davor, es bei Autokorsos zu übertreiben. „Wir bitten darum, trotz aller Feierlaune die Regeln im Straßenverkehr zu beachten. Ein Befahren des Marktplatzes werden wir unterbinden.“ sk




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