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Stadthagen führt bei Bußgeld-Verfahren / Heftigste Einzelstrafe für Gastronom

Corona-Verstöße bringen 65 000 Euro

LANDKREIS. 64 950 Euro hat die Kreisverwaltung seit März durch Corona-Verstöße eingenommen. Mit gut 33 000 Euro ist mehr als die Hälfte auch bereits bezahlt. Stadthagen ist nun führend – der Landkreis führt das auf die Maskenpflicht in der Fußgängerzone der Kreisstadt zurück.

veröffentlicht am 23.12.2020 um 08:00 Uhr

„Von 246 Bußgeldern sind 192 Maskenverstöße“, sagt Kreissprecherin Anja Gewald. Dieser Spitzenwert sei auch erst nach der verpflichtenden Mund-Nase-Bedeckung in der Stadthäger Fußgängerzone ab Ende Oktober entstanden. Zum Vergleich: Auf Platz zwei und drei finden sich Rinteln mit 76 und Nenndorf mit 62 Corona-Verstößen insgesamt.

533 Ordnungswidrigkeitenanzeigen hat die Verwaltung im gesamten Landkreis wegen Verstößen gegen die Coronaverordnung aufgenommen. Die meisten Verfahren wurden wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht eingeleitet, an zweiter Stelle liegen Abstandsverstöße. Weiterhin hätten, aber nur vereinzelt, zum Beispiel Gaststätten, Restaurants oder auch Friseure gegen Hygieneauflagen verstoßen.

Ein Gastronom war es auch, der bisher den Vogel abgeschossen hat. Er muss wegen eines Hygieneverstoßes 4000 Euro zahlen. Anzeigen hat es insgesamt 637 gegeben.

Stadthagen hat über Wochen die höchsten Infektionszahlen im Landkreis gehabt. Erst kürzlich löste die Weserstadt Rinteln die Kreisstadt im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim ab (wir berichteten).

Die vielen Infektionen in Stadthagen führt die Stadtverwaltung derweil auf Fehlverhalten im privaten Bereich – wie eine große Kindergeburtstagsfeier – zurück. Im Herbst verhängte der Landkreis deshalb die Maskenpflicht für die Innenstadt.

Der Katalog zur „Ahndung von Zuwiderhandlungen gegen die Niedersächsische Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ ist online abrufbar. Die Nichteinhaltung des Mindestabstandes (1,5 Meter) in der Öffentlichkeit kann mit 150 Euro zu Buche schlagen. Dieser Betrag ist auch für das Einkaufen ohne Maske möglich. Die höchsten Beträge fallen für Geschäftsführer von während des Lockdowns geschlossenen Betrieben an – hier können bei Zuwiderhandlungen bis zu 10 000 Euro fällig werden. jcp




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