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Projekt soll im Herbst beendet und eventuell schon Gastronomie eröffnet werden

Endphase bei Sanierung des Lusthauses

STADTHAGEN. Die Sanierung des Lusthauses im Schlossgarten geht ihrer Endphase entgegen. Bauamtsleiter Gerd Hegemann ist „ausgesprochen optimistisch“, dass das Projekt noch im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden kann: „Damit liegen wir voll im Zeitplan.“

veröffentlicht am 17.06.2018 um 16:12 Uhr

Im Inneren des Lusthauses stehen laut Bauamtsleiter Gerd Hegemann nur noch die letzten Arbeiten und auch auf das Gefache außen soll die letzte Putzschicht aufgetragen werden. Foto: rg

Autor:

Stefan Rothe
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Auch der zuletzt kalkulierte Kostenrahmen von gut 600 000 Euro könne Stand heute eingehalten werden.

Auf die Gefache der Außenwände werde derzeit noch eine letzte Putzschicht aufgetragen, berichtet Hegemann. Diese werde dann mit weißer Farbe überstrichen. Dann fehle nur noch die Ausmalung der Holzschnitzereien an den Balken in den Schaumburger Farben. Bemalt werde historisch getreu der Farbfassung von 1914, die älteste, über die man genaue Quellen habe und die man dadurch stilgenau nachbilden könne. „Benutzt werden im Unterschied zur letzten Restaurierung offenporige Farben, die die Fäulnisprozesse im Holz nicht fördern“, erläutert der Bauamtschef. Diese Malarbeiten seien gerade ausgeschrieben worden.

In der Werkstatt eines Restaurators befinde sich dieser Tage die aus Kupfer bestehende Ananas-Figur, welche die Spitze des Lusthauses ziert. Diese werde derzeit vergoldet. Anschließend werde die Ananas mit einem Kran wieder auf den Giebel gesetzt.

Auch im Innern des Lusthauses stünden nur noch die letzten Arbeiten an, berichtet Hegemann. In den vergangenen Wochen seien die Barockdecke eingezogen und die Wandheizung installiert worden. Als Nächstes stünden bei den Innenwänden noch wenige Putz- und Spachtelarbeiten an. Dann müsse noch der Dielenfußboden verlegt werden.

Bereits fertiggestellt worden sei in den vergangenen Tagen die Wand zum Vorbau sowie dessen Dach. Dieses sei in Zukunft nicht mehr geneigt wie bisher, sondern ein Flachdach, „damit man vom Schlossgarten aus nicht mehr auf eine Dachpappe guckt“, so der Bauamtsleiter.

Bei den Außenarbeiten gehe es momentan um die Verlegung der Anschlüsse für Wasser und Abwasser. Die Feinplanung für die Einrichtung des Vorplatzes sei in vollem Gange. Dazu müssten noch die Reste der Bodenplatte abgebrochen werden, um die Brücke zum Lusthaus freizulegen. Um auf die niedrigere Höhe dieser Brücke zu kommen, müsse der Vorplatz etwa 25 Zentimeter tiefer gelegt werden, erklärt Hegemann.

Der Vorplatz werde nach historischem Vorbild in einem Halbrund angelegt. Er werde zur Rasenfläche hin durch eine 50 Zentimeter hohe Stützmauer abgetrennt. Diese solle auch als Sitzgelegenheit fungieren. „Das schafft so etwas wie eine kleine Theater-Situation, es wären dort durchaus kleinere Events denkbar“, ergänzt Hegemann. Dazu werde auch eine entsprechende Beleuchtung beitragen. Grundsätzlich soll der Vorplatz zur Platzierung der Außengastronomie dienen.

Pächter der Gastronomie im Lusthaus sind Toni Ahn-Bosch, Wirt des benachbarten Hotels Amtspforte und die Hotelfachfrau Petra Gümmer. „Wenn die Stadt tatsächlich früh im Herbst fertig werden sollte“, sagt Ahn-Bosch auf Anfrage, „dann werden wir versuchen schnellstmöglich, vielleicht also noch in diesem Jahr, zu eröffnen.“ Man befinde sich mit der Stadt und einem Innenarchitekten schon in Gesprächen über die Inneneinrichtung und Ausstattung, fügt Ahn-Bosch hinzu.




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