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Faurecia: Umzug von Stadthagen nach Hannover später als geplant

Der Umzug des Autositzherstellers Faurecia von Stadthagen nach Hannover kann nicht wie geplant erfolgen. Der für den Neubau im Stadtteil Marienwerder vorgesehene Investor ist kurzfristig abgesprungen. Die Geschäftsleitung sucht nun nach einem neuen Partner.

veröffentlicht am 28.02.2019 um 15:00 Uhr

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StadthagenDie Hintergründe sind bislang nicht bekannt. Die Geschäftsleitung hat die Belegschaft am Donnerstagmorgen in einer eilig einberufenen Mitarbeiterversammlung über die Entwicklung informiert. Am Vorhaben selbst halte man fest, heißt es. Ursprünglich hatte noch in diesem April der erste Spatenstich für den Neubau erfolgen sollen. Der Umzug selbst war für den Herbst 2020 geplant. Beide Termine werden nicht zu halten sein, nachdem der Finanzinvestor, der die Immobilie hatte errichten und dann an Faurecia vermieten sollen, überraschend das Handtuch geworfen hat.

Die neue Situation stellt den Automobilzulieferer vor einige Probleme. Die Geschäftsleitung hat offenbar aber bereits Gespräche mit jenen Unternehmen wieder aufgenommen, die bei der ersten  Ausschreibung nicht zum Zuge gekommen sind. Allerdings droht dem Projekt nun in jedem Fall eine nicht unerhebliche Verzögerung und mutmaßlich auch eine Verteuerung. Angesichts der derzeit guten Konjunktur ist es schwierig, überhaupt Baufirmen für Großprojekte zu finden. Das macht sich auch beim Preisniveau bemerkbar.

Die Belegschaft hat die Nachricht am Donnerstag gelassen aufgenommen. Da für gut zwei Drittel der Beschäftigten die Anfahrt nach Stadthagen kürzer ist als nach Hannover-Marienwerder, profitieren sie vorerst sogar von der Verzögerung. Dementsprechend sieht Betriebsratschef Jürgen Bittner die Situation auch „nicht so dramatisch“. Im Gegenteil: Nicht wenige Mitarbeiter hoffen nun sogar, dass der Umzug möglicherweise ganz abgeblasen wird und Faurecia mit seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Ende in Schaumburg bleibt.


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