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„Treffer“ in Fingerabdruck-Date

Fortschritt bei Identifizierung des Brandopfers

STADTHAGEN. Zwar steht die Identität des Todesopfers vom Brand an der Echternstraße noch nicht mit letzter Sicherheit fest – doch ist die Polizei gestern einen großen Schritt vorangekommen. So habe sich laut Polizei um einen jungen Mann gehandelt.

veröffentlicht am 02.04.2019 um 18:00 Uhr

Beim Großbrand in der Echternstraße ist der Mann ums Leben gekommen. Seine Identität wird derzeit ermittelt. Foto: Archiv
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STADTHAGEN. Zwar steht die Identität des Todesopfers vom Brand an der Echternstraße noch nicht mit letzter Sicherheit fest – doch ist die Polizei gestern einen großen Schritt vorangekommen.

Wie Polizeisprecher Axel Bermann auf Anfrage mitteilte, „hat es beim Abgleich eines Fingerabdrucks vom Leichnam mit einer bundesweiten Fingerabdruck-Datei einen Treffer gegeben“. In diesem polizeilichen System sind Fingerabdrücke von Personen gespeichert, die schon einmal erkennungsdienstlich behandelt worden sind.

Laut Bergmann geht die Polizei nach dem ersten Abgleich zwar davon aus, „dass es die Person ist, die im System verzeichnet ist“. Eine letzte Sicherheit biete dieser Abgleich aber noch nicht. Daher konnte der Sprecher gestern noch keinerlei konkrete Angaben zur Identität machen. Ausnahme: es habe sich um einen jungen Mann gehandelt. Weitere Aufschlüsse seien unter anderem von einem DNA-Abgleich und einem Vergleich des Zahnstatus zu erwarten. Voraussetzungen dafür seien bei der gestrigen Obduktion geschaffen worden. Die weiteren Untersuchungen würden noch einige Zeit beanspruchen. Versucht werde auch, zu möglichen Kontaktpersonen des Toten Verbindung aufzunehmen. Zu weiteren Erkenntnissen der Obduktion etwas mitzuteilen, etwa zur Todesursache, sei es gestern noch zu früh gewesen, sagte Bergmann.

Den vier verletzten Feuerwehrleuten geht es derweil nach Angaben von Sprecher Sören Fischer wieder gut. Einer hat eine Zerrung im Arm, einer einen Katzenbiss, außerdem gab es Kreislaufprobleme. Feuerwehrleute unter Atemschutz machten Schwerstarbeit, beladen mit 30 Kilo, gibt Fischer zu verstehen. Aus dem Schlaf gerissen und ohne Frühstück, zweimal innerhalb kürzester Zeit – „das geht an die Kräfte“, erklärt Fischer. „Irgendwann ist dann eben Ende.“

Bei der nächsten Versammlung des Stadtkommandos werde man eine Bilanz zu dem Einsatz ziehen. Zufrieden zeige sich die Feuerwehr insbesondere mit der frühen Entscheidung, Verstärkung anzufordern.

Auch für die Rettungsleitstelle des Landkreises war die Lage außergewöhnlich. Statt wie gewöhnlich drei waren sieben Mitarbeiter im Einsatz. Vor allem die Koordination der Krankenwagen und die Verteilung der vielen Verletzten auf die Krankenhäuser sei aufwendig gewesen, sagt Kreisdezernentin Andrea Stüdemann.

Bürgermeister Oliver Theiß sprach den ehrenamtlichen Kräften in der jüngsten Ratssitzung unter starkem Beifall aller Fraktionen seinen Dank aus. Beide Großeinsätze seien „sehr professionell und gut koordiniert“ abgelaufen, betonte Theiß. jcp, ssr




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