weather-image
Svenja Hitzemann (18) geht als Freiwillige für elf Monate nach Nagpur

Friedensarbeit in Indien

STADTHAGEN. Svenja Hitzemann steht vor einem großen Abenteuer. Die 18-Jährige hat in diesem Jahr ihr Abitur absolviert und wird am 15. August für elf Monate nach Nagpur in Indien fliegen.
Dort wird sie als Freiwillige beim „India Peace Center“ arbeiten, einem interreligiösen Zentrum zur Friedens- und Gerechtigkeitsbildung.

veröffentlicht am 03.08.2018 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 03.08.2018 um 16:50 Uhr

270_0900_102801_S_Indien.jpg

Autor:

Kirsten Elschner
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Träger des Projektes ist „weltwärts“, ein vom Bundesministerium geförderter Freiwilligendienst (siehe auch Kasten rechts).

„Das wird eine ziemliche Umstellung. Ich habe ja mein ganzes Leben lang in Stadthagen verbracht und bald werde ich in einer 2,4-Millionen-Einwohner-Stadt wohnen“, erzählt Hitzemann. „Ich bin gespannt, wie es ist, einmal nicht in einem westlichen Land zu leben.“

Erste Auslandserfahrungen hat die Schülerin bereits gesammelt. Die zehnte Klasse absolvierte die Stadthägerin an einer amerikanischen Highschool in Ohio. Für das Weltwärts-Programm hat sich Hitzemann auch beworben, um herauszufinden, ob sie sich vorstellen kann, in diesem Kontext beruflich zu arbeiten.

Die 18-Jährige interessiert sich für Außenpolitik und internationale Beziehungen. Während ihres Aufenthalts in Indien wird sie bei Friedensbildungsprogrammen an Schulen und in anderen Teilen Indiens mitarbeiten. Themen wie kulturelle Verständigung, Gleichberechtigung und Kinderrechte interessieren die Stadthägerin dabei sehr.

Sprachlich macht sich Hitzemann keine großen Sorgen. „In den Städten wird auch viel Englisch gesprochen und das Programm läuft ebenfalls zum Großteil auf Englisch.“ Trotzdem hat sie den Anspruch, zumindest eine Grundlage der Landessprache Hindi vor Ort zu erlernen.

Die Organisation und Begleitung des Freiwilligendienstes übernimmt die „Nordkirche Weltweit“, ein Zentrum für Mission und Ökumene. Zur Vorbereitung werden drei Seminare angeboten, um sich mit Kultur und Gepflogenheiten des Einsatzlandes vertraut zu machen.

Die beim Einsatz der jungen Frau anfallenden Kosten zahlt zu 75 Prozent der Bund, die übrigen 25 Prozent zahlt die Nordkirche. Es sei allerdings gewünscht, dass die Freiwilligen selbst versuchen, einen Teil der 25 Prozent durch Sponsoren zu gewinnen.

Online: Wer verfolgen möchte, was Svenja Hitzemann in Indien erlebt, kann sich auf ihrem Blog informieren: svenjagoesindia.blogspot.com.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare