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Öffentlicher Bücherschrank

Gemeinsames Projekt von Schulen, Stadt und Bürgerstiftung

STADTHAGEN. Die Kreisstadt hat jetzt einen öffentlichen Bücherschrank. Die Initiative für den Schrank geht auf die Stadthägerin Iris Meier zurück.

veröffentlicht am 28.08.2018 um 12:53 Uhr

Aleyna Barut und Jakob Pflug (Mitte) vom WBG sowie Leon Wegner und Rebecca Magog von der BBS haben sich mit vielen weiteren Schülern hinter das Projekt Bücherschrank geklemmt. Foto: jcp
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STADTHAGEN. Die Kreisstadt hat jetzt einen öffentlichen Bücherschrank. Er steht am Ende des Walls, gegenüber dem Café an der Außenseite des Modehauses Hagemeyer. Wer etwas zum Schmökern sucht, ist dort willkommen. Wer seine ausgelesenen Schinken loswerden will, ebenso.

Die Initiative für den Schrank geht auf die Stadthägerin Iris Meier zurück. Mit ihrem Einfall stieß sie bei Bürgermeister Oliver Theiß auf offene Ohren. Der hatte nach eigenen Angaben selbst bereits über einen solchen Schrank nachgedacht, wie er aus vielen großen und kleinen Städten bekannt ist.

Theiß wiederum kam zu dem Thema mit Holger Wirtz ins Gespräch. Der Schulleiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG) hatte mit Kollegen und Schülerschaft ebenfalls bereits einen Bücherschrank in Betracht gezogen, allerdings exklusiv für die Schule.

Stattdessen entschied sich das WBG nun für ein öffentliches Projekt. „Entsprechend unserem Anliegen, mit der Schule in die Stadt hineinzugehen“, sagte Wirtz bei der offiziellen Vorstellung des neuen Angebotes.

Die Bücherregale stehen in einer alten Telefonzelle. Diese stammt aus WGB-Besitz, denn wie anderswo auch hat dort schon lange niemand mehr Verwendung für ein öffentliches Telefon. Fit gemacht für die neue Nutzung haben Schüler der Berufsbildenden Schulen Stadthagen die Telefonzelle. Die „Schülerfirma der besonderen Art“ hat den Schrank unter anderem lackiert.

Blieb die Frage nach dem Standort. „Zuerst dachten wir ans Rathaus“, sagt Theiß. Problem: Der Bücherschrank wäre an dessen Öffnungszeiten gebunden. Jetzt steht er sogar einigermaßen wettergeschützt bei Hagemeyer, wofür der Bürgermeister dem Kaufhaus bei der Einweihung dankte.

In Zukunft werden Schüler des WBG sich um den Schrank kümmern, zerfledderte Bücher oder solche zum Beispiel mit rassistischen Inhalten aussortieren. Finanziell ermöglicht hat das Projekt mit einem Zuschuss von mehr als 1000 Euro die Bürgerstiftung Schaumburg. jcp




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