weather-image
Stadt kritisiert Verursacher und verweist auf Entsorgungsmöglichkeiten / Auto steht abgemeldet am Friedhof

Immer wieder Ärger mit dem Müll

STADTHAGEN. Es ist ein Ärgernis für Bürgerinnen und Bürger, eine Gefahr für die Umwelt und ein schlechtes Aushängeschild für eine Stadt: wild entsorgter Müll. Derzeit beschäftigen wieder einmal beliebte Entsorgungsstellen die Verwaltung.

veröffentlicht am 06.08.2018 um 17:51 Uhr

Vor einem Haus an der Vornhäger Straße lagert seit vergangener Woche ein großer Haufen Hausmüll. Foto: lht

Autor:

Verena Gehring und Stefan Rothe
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir haben das Problem der illegalen Müllablagerung seit ein paar Jahren in gewissen zeitlichen Abständen immer wieder“, bestätigt Bauamtsleiter Gerd Hegemann: „Dass das in letzter Zeit stark zugenommen hätte, ist nach meinem Gefühl allerdings nicht der Fall.“ Das sehen manche Stadthäger anders. Immer wieder werden der Redaktion verunreinigte Plätze genannt. Ein Hotspot ist dabei der Kaufland-Durchgang (wir berichteten).

„Wir finden das alle nicht schön“, ergänzt Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Sie fügt hinzu: „Ich ärgere mich über wild abgelagerten Müll maßlos.“ Sie verstehe das Verhalten der Verursacher auch nicht, „denn es gibt doch für alle Müllarten fast uneingeschränkt kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten.“ Die Fachbereichsleiterin berichtet, sie beobachte das Phänomen allerdings bundesweit: „Das tritt fast überall vermehrt auf.“

Originär zuständig für die Beseitigung des illegalen Unrats ist die Untere Abfallbehörde des Landkreises. Laut Freimann gibt es aber zwischen dem Landkreis und der Stadt eine Verwaltungsvereinbarung, nach der die Stadtverwaltung dies innerhalb des Gebietes der Kreisstadt übernimmt.

Nach Angaben von Hegemann werden entsprechende Hinweise von Bürgern auf illegal entsorgten Müll sehr ernst genommen und es werde auch unmittelbar darauf reagiert. Es gebe ein verwaltungsinternes Kontrollsystem dafür, dass derartiger Müll innerhalb weniger Tage nach Eingang eines Hinweises entsorgt wird. In aller Regel rücken dafür Mitarbeiter des Baubetriebshofes aus.

Deren Ziele sollten demnächst nach Ansicht einiger Leser die Vornhäger Straße sein. Dort liegt seit vergangener Woche ein Querschnitt von Haushaltsmüll auf öffentlicher Fläche, darunter auch Farbeimer.

Nächster Stop: Im Bereich des Friedhofes Kleine Eichen sammelt sich bei den Glascontainern immer mehr Sperrmüll. Negativ-Höhepunkt: ein abgemeldetes Autos, das dort seit Wochen herrenlos abgestellt ist.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare