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Gewaltschutzgesetz: Im vergangenen Jahr 37 Anträge am Amtsgericht Stadthagen

Kein stumpfes Schwert

STADTHAGEN. Ist das Gewaltschutzgesetz ein stumpfes Schwert? Diese Frage hat sich die Direktorin des Amtsgerichts Stadthagen gestellt und sich die Zahlen des vergangenen Jahres angeschaut. Ihr Fazit: „Nein, es ist im Gegenteil überaus wirksam. Leider wissen die Menschen zu wenig über ihre Möglichkeiten“, findet Regina Benz.
Was regelt das Gesetz? Das Gewaltschutzgesetz dient dem Zweck, einen Menschen vor allen Formen von Gewalt im privaten und häuslichen Umfeld zu schützen. „Hier hat das Gericht keinen Ermessensspielraum, es muss tätig werden“, erklärt Benz den Unterschied zu anderen Verfahren. Das Opfer müsse nur glaubhaft machen – dazu gehört die eidesstattliche Erklärung – dass die Tat stattgefunden hat. Dabei ist es im Gegensatz zu anderen Straftaten auch völlig egal, ob der mutmaßliche Täter im Rauschzustand war. „Hier wird dem Opfer zugehört, das ist ein Novum“, so Benz. Ähnliches gelte bei Drohungen oder Stalking.

veröffentlicht am 04.03.2020 um 00:00 Uhr

Autor:

mira colic



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