weather-image
Abteilung der Burghof-Klinik könnte übergangsweise in freies Stockwerk des Ärztehauses einziehen

Krankenhaus ist leer geräumt

STADTHAGEN. Die Gebäude des ehemaligen Krankenhauses sind mittlerweile komplett leer geräumt. Das hat Kreisbaudezernent Fritz Klebe in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses des Rates mitgeteilt: „Es kann mit den Umbauarbeiten nach Erteilung der Baugenehmigung gleich losgehen.“

veröffentlicht am 12.07.2018 um 16:03 Uhr

Die Planungen zur Nutzung des ehemaligen Krankenhauses befinden sich in vollem Gange. Foto: rg

Autor:

Stefan Rothe
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wie berichtet soll der Hauptteil des Komplexes künftig durch das Jugend- und das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung genutzt werden. „Dafür gibt es bereits genaue Pläne: jeder Mitarbeiter weiß schon, wo er später sitzen wird“, berichtete Klebe. Derzeit werde der Bauantrag für die Umbauarbeiten erstellt. Die Genehmigung muss von der Stadt auf der Grundlage des gerade beschlossenen Bebauungsplans erteilt werden. In diesem Zusammenhang erwähnte Klebe, der Einzug ins Krankenhausgebäude sei nötig, weil die Kreisverwaltung aufgrund zusätzlicher Aufgaben gewachsen sei und zusätzliche Räumlichkeiten benötige. „Wir haben in den letzten zehn Jahren in Stadthagen 200 neue Arbeitsplätze geschaffen“, betonte Klebe.

Beim früheren Bettenhaus wird laut Klebe gerade geprüft, ob die vorgesehene Nutzung durch die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) sich betriebswirtschaftlich rechnet. „Das sieht aber nach momentanem Stand ganz gut aus“, so der Baudezernent. Zu entscheiden hätten das letztlich die Gremien der AWS.

Darüber hinaus gebe es im Gebäudekomplex noch einige freie Flächen, so Klebe. Gleichzeit gebe es immer wieder Anfragen von Ärzten, die Interesse an Räumen bekunden. „Da ist also noch einiges im Fluss“, sagte der Baudezernent.

Dasselbe gelte für das benachbarte Ärztehaus. Dort gebe es noch ein völlig freies Stockwerk. „Wir haben aber dafür nicht aktiv Acquise betrieben, um nicht mit potenziellen anderen Standorten für ein Ärztezentrum in der Stadt in Konkurrenz zu treten“, erläuterte Klebe. Derzeit sehe es so aus, dasss die Burghof-Klinik mit einer Abteilung dort übergangsweise hineingehe. „Das geht aber natürlich nur mit vorheriger Abstimmung mit allen dort ansässigen Ärzten“, unterstrich Klebe.

Bei der Errichtung der Seniorenwohnungen auf dem Gelände laufe der Ausbau unter Volldampf, so der Bauzdezernent. Die Wohnungen seien beim Verkauf „gut weggegangen“, so Klebe. Die Kreissiedlungsgesellschaft als Bauherr spiele mit dem Gedanken, auf diesem Sektor noch mehr zu machen.

Auf dem gesamten Areal des früheren Krankenhausgeländes sind nach Angaben von Klebe mindestens 375 Parkplätze vonnöten. Davon müssten 50 noch neu geschaffen werden. Die exakte Zahl hänge von der genauen Nutzung der ganzen Gebäude und der geplanten Wohnbebauung ab. Dasselbe gelte für den Umfang der Kanalisation, die sich auf dem komplexen Gelände „als nicht ganz ohne darstellt“, so Klebe.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare