weather-image
Feuer bei Tönsmeier: Helfer kommen bei der Hitze an ihre Grenzen / Brandursache noch unklar

Löscharbeiten dauern 15 Stunden

STADTHAGEN. Der Großbrand auf dem Tönsmeier-Gelände am Georgschacht hat die Einsatzkräfte noch bis 4 Uhr am gestrigen Morgen beschäftigt. 15 Stunden lang kämpften insgesamt 150 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Bei der Hitze eine körperliche Herausforderung. Immer wieder mussten Atemschutzgeräteträger wechseln.

veröffentlicht am 18.07.2018 um 16:21 Uhr

Vom Fahrzeug herab müssen die Einsatzkräfte unter Atemschutz immer wieder Glutnester löschen. Foto: rg

Autor:

Verena Gehring
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Ausrüstung inklusive Gasflasche auf dem Rücken wiegt etwa 35 Kilogramm. Der Kopf ist komplett in der Ausrüstung versteckt. Hinzu kommt die körperliche Anstrengung: Bei mehr als 30 Grad und praller Sonne eine Tortur.

Wie berichtet, hat aus noch ungeklärter Ursache ein Papier- und Leichtverpackungs-berg Feuer gefangen. Ein Mitarbeiter hatte den Brand frühzeitig entdeckt und Alarm geschlagen.

„Die Feuerwehrleute haben einen Spitzen-Job gemacht“, ist der Tönsmeier-Sprecher Boris Ziegler dankbar. Er selbst sei im Hemd vor Ort schon ins Schwitzen gekommen. „Da will man sich gar nicht vorstellen, was die Helfer in der Ausrüstung aushalten mussten.“ Generell ist Ziegler voll des Lobes für die Einsatzkräfte. „Die Feuerwehr war nach zehn Minuten schon vor Ort. Das ist eine Spitzenzeit.“ Die Helfer hätten sehr professionell und sehr weitsichtig agiert. „Ich hatte immer ein sicheres Gefühl. Da kann man nur ein riesen Dankeschön aussprechen“, betont der Unternehmenssprecher.

Wie hart der Einsatz war, sieht man daran, dass Atemschutzgeräteträger aus Hörkamp sogar zwei Mal anrücken mussten. Auch die Feuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren musste nachalarmiert werden. Während der stundenlangen Löscharbeiten mussten einige Helfer medizinisch versorgt werden. Dafür war der DRK-Rettungsdienst vor Ort. Ins Krankenhaus musste nach Angaben eines Feuerwehrsprechers glücklicherweise niemand. Im Einsatz war der komplette Stadtzug, die Ortsfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren, die Kreisumwelteinheit sowie das THW, die Polizei und das DRK.

Die Brandermittler waren bereits bei dem Brand, aber auch am Tag danach vor Ort. Hinweise zur Ursache gibt es nach Angaben eines Sprechers noch keine. Aufgrund der lang anhaltenden Hitze könne auch eine Selbstentzündung nicht ausgeschlossen werden. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare