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Nachfolger von Daniel WinterDachzeile

Michael Richter ist neuer FDP-Kreischef

LANDKREIS. Michael Richter ist neuer Vorsitzender der Schaumburger FDP. Die Jahresversammlung der Kreisliberalen wählte den 43-jährigen Bad Nenndorfer nahezu einmütig (13 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen und zwei ungültigen Zetteln) für zwei Jahre ins Amt. Der verheiratete Vater von zwei Kindern betreibt als Internist eine niedergelassene Arztpraxis in Laatzen.

veröffentlicht am 09.03.2020 um 17:39 Uhr

„Ich bin ein Freund des direkten Wortes“, stellte sich Richter, der erst seit zwei Jahren in der FDP ist und in dieser Zeit den Ortsverband Bad Nenndorf aufgebaut hat, seinen Parteifreunden vor. Angesichts der Vorkommnisse in Thüringen stellte er klar: „Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird es mit mir in keinster Weise geben.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass er aufgrund biografischer Erfahrungen „immer gegen den demokratischen Sozialismus kämpfen“ und daher nicht mit der Linken kooperieren werde. Wegen ihres Verhaltens in Thüringen „wird die FDP in nächster Zeit bundesweit durch ein Tal der Tränen gehen“, prophezeite der neue Kreischef.

Richters Vorgänger Daniel Winter (24), der zwei Jahre lang Kreisvorsitzender gewesen war, trat nicht mehr an, weil er neuerdings beruflich in Berlin tätig ist. Damit lasse sich das Amt des Kreisvorsitzenden nicht in Einklang bringen, sagte der Hohnhorster. Die Versammlung wählte Winter aber zum ersten Stellvertreter, zweiter Vize wurde der Bückeburger Hendrik Tesche (55). Zum Schatzmeister avancierte Peter Dunkel, Schriftführerin wurde Birte Richter. Schließlich gibt es noch zwei Beisitzer: Christian Schmeding und Lothar Biege.

Winter zog eine positive Bilanz seiner zweijährigen Amtszeit. Die Organisationsstrukturen des 67 Mitglieder umfassenden Kreisverbandes seien jetzt „klarer aufgestellt“. Im Vorstand gebe es nunmehr klare Zuständigkeiten. Die Kommunikationsabläufe seien spürbar verbessert worden. Dazu trügen auch die neuen Telefonkonferenzen und WhatsApp-Gruppen bei, führte Winter aus. Verbesserungswürdig sei freilich noch die Abstimmung der Leitungsebene der Partei mit den FDP-Mandatsträgern in Räten und Kreistag. Im Kontrast zur Bundes-FDP sei in Schaumburg für die Liberalen derzeit „ein Aufwind zu spüren“.




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