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Ehemals Hohmeier Anlagenbau / Umsatz verdoppelt / Riesenhalle geht in Betrieb

Minda GmbH investiert drei Millionen Euro in neues Gebäude

STADTHAGEN. Eine riesige neue Produktionshalle nimmt die Minda GmbH, ehemals Hohmeier Anlagenbau, im Laufe des März in Betrieb. In das rund 2500 Quadratmeter große Gebäude hat das Unternehmen drei Millionen Euro investiert. Die Firma reagiert damit auf immer größere Produkte und eine drastisch anziehende Auftragslage. Damit verbunden ist die Aufstockung der Mitarbeiterzahl von 65 auf nunmehr 90 Beschäftigte.

veröffentlicht am 03.03.2020 um 14:07 Uhr

Von Stefan Rothe

In dem Werk an der Enzer Straße werden vor allem Transportbänder und andere Anlagen für die Autoproduktion, die Pressholzfertigung und für Logistikunternehmen hergestellt. Nicht selten handelt es sich um speziell gefertigte Einzelstücke.

Da diese immer größer werden, wurde die bisherige, 1000 Quadratmeter bietende Fertigungshalle für die Endmontage zu klein. „2500 Quadratmeter, also 80 mal 32 Meter sind da schon eine andere Größenordnung“, zeigt sich Geschäftsführer Sascha Falkenberg erleichtert über die Erweiterung.

Diese Dimension wird benötigt, um beispielsweise aus Einzelteilen zusammengesetzte Förderband-Straßen als Ganzes testen zu können. Nicht zuletzt verfügt die Halle über drei an Stahlkonstruktionen in der Decke befestigte Kräne, die jeweils 12,5 Tonnen Last heben können. Durch etliche große Fenster wird die neue Halle zu einem lichtdurchfluteten Raum. „Das ist ein attraktiver Arbeitsort“, ist der Geschäftsführer überzeugt.

„Der Materialfluss in unserem Werk kann durch die neue Halle optimiert werden“, schildert Falkenberg. Wege werden kürzer, Produktionsabläufe effektiver. In der bisherigen Endmontage wird ein „Puffer-Lager“ eingerichtet, aus dem die in die direkt benachbarte neue große Halle verlagerte Endmontage beliefert wird. In die mit dem Bau der neuen Halle mittelbar verbundenen Umbaumaßnahmen in den bisherigen Gebäuden wurden nach Angaben von Falkenberg nochmal gut 200 000 Euro investiert.

Der Hallenneubau ist auch eine Antwort darauf, dass sich das Auftragsvolumen seit 2017 verdoppelt hat, wie Falkenberg vorrechnet. Das habe die Steigerung des Jahresumsatzes von sieben (2017) auf 14 Millionen Euro im Jahr 2019 mit sich gebracht. Die Tendenz sei weiter steigend.

Hintergrund des zunehmenden Volumens ist nach Darstellung von Falkenberg die gut laufende Konjunktur in den Branchen der Auftraggeber. So würden durch größere Umstellungen in der Autoproduktion – Stichwort etwa E-Auto – derzeit ungewöhnlich viele neue Produktionsstätten gebaut. Entsprechend werden Transportbänder und -anlagen gebraucht.

Auch die Press- und Schichtholzfertigung, für die Minda ebenfalls Anlagen liefert, zieht derzeit gut an wegen des Booms in der Baubranche. Und dass Logistiker wie Amazon immer größere Mengen an Paketsendungen zu bewältigen haben, heizt die Produktion von Transportbändern für diesen Bereich an. „Alle genannten Faktoren sind Treiber für unsere Produkte“, weiß der Geschäftsführer, „das erklärt das enorme Anwachsen unseres Auftragsvolumens.“

Erst vor zwei Jahren hatte Minda eine neue Laser-Schneidanlage sowie eine Kant-Anlage für die Bearbeitung von Blechen in Betrieb genommen. Die Blechbearbeitung ist ein weiterer Schwerpunkt am Standort. In die neuen Maschinen waren zusammen 1,9 Millionen Euro investiert worden. Insgesamt sind in die Produktionsstätte also 5,1 Millionen Euro geflossen. 980 000 Euro davon gab es als Zuschuss aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (wir berichteten).

Bei dem Bauvorhaben hat sich Minda laut Falkenberg vom städtischen Bauamt gut unterstützt gefühlt. „Die Komplexität von erforderlichen Gutachten und Genehmigungen bei einem solchen Projekt ist ungeheuer“, so der Geschäftsführer, „das Bauamt hat uns aber sehr geholfen, trotzdem gut vorangekommen zu sein.“

Das Unternehmen Hohmeier wurde 1969 gegründet. Seit 1990 ist die Firma eine eigenständige Tochter der Minda-Gruppe. Stammsitz der Minda-Industrieanlagen GmbH ist Minden.




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