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Bürgermeister nimmt historisches „Lüsterweibchen“ aus der Renaissancezeit als Leihgabe entgegen

Neues Schmuckstück für Trauzimmer

Stadthagen. Die Stadt Stadthagen ist um eine Attraktion reicher: Im Trauzimmer des Alten Rathauses ist am Mittwoch das Stadthäger „Lüsterweibchen“ vorgestellt worden.

veröffentlicht am 27.08.2014 um 18:40 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:22 Uhr

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Das historische Schmuckstück zeigt die Herzogtochter Maria aus Pommern, platziert auf einem Hirschgeweih. Es handele sich um ein privates Geschenk an Otto von Holstein-Schaumburg und seine erste Ehefrau Maria von Pommern, wie Udo Jobst vom Renaissanceverein Stadthagen erklärte. „Wir freuen uns sehr, dass uns diese Dame heute offiziell als Leihgabe des Renaissancevereins Stadthagen zur Verfügung gestellt wird“, sagte Bürgermeister Bernd Hellmann.

Für Jobst war es eine Überraschung, durch den Kunsthandel Wenzel aus Bamberg zufällig auf dieses Kunstwerk aus der Zeit der Renaissance zu stoßen, denn „Alltags- oder sogar Kunstgegenstände wie Gemälde und Skulpturen aus dieser innovativen Zeit sind nahezu nicht mehr vorhanden“. Heutzutage würden hauptsächlich Renaissancebauten als Zeitdokument dienen.

Dass das als „Lüsterweibchen“ titulierte Kunstobjekt seinen Weg nach Stadthagen finden konnte, sei dem Kunstsachverstand von Jobst zu verdanken, betonte Harald Waldenmüller, Vorsitzender des Renaissancevereins. Aber auch die großzügigen Spenden der Unterstützer dieser Aktion haben die Realisierung erst möglich gemacht. „Unser Dank gilt in diesem Fall der Schaumburger Landschaft, der Stadt Stadthagen sowie der Sparkasse Schaumburg und der Volksbank Hameln-Stadthagen“, sagte Waldenmüller.

Den Begriff „Lüsterweibchen“ haben Jobst und Waldenmüller extra im Internet recherchiert. Beide waren sich bei der Schreibweise unsicher gewesen, konnten jedoch die Schreibweise mit Ü als gängigen Begriff aus der Kunst ausfindig machen.

Neben einem Gemälde, dass die Geschichte von König Salomon zeigt, ist das „Lüsterweibchen“ nun die zweite Attraktion im Trauzimmer. Die Gästeführer der Stadt Stadthagen wollen zukünftig auf beide Kunstwerke aufmerksam machen und die Geschichte der Frau auf dem Hirschgeweih näherbringen.




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