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Geschäftsführer hält Bezugsfertigkeit Ende 2020 für möglich

Nordwall: Wohnbau reicht Bauantrag ein

STADTHAGEN. Die Kreiswohnungsbaugesellschaft hat den Bauantrag für das Projekt Wohnen am Nordwall beim Bauamt Stadthagen eingereicht. Das hat Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege jetzt auf Anfrage mitgeteilt. Steege hält eine Bezugsfertigkeit der geplanten Wohnungen Ende 2020 für denkbar.

veröffentlicht am 24.07.2018 um 20:42 Uhr

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Autor:

Jan-Christoph Prüfer
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Die Chance für einen zügigen Verlauf sieht Steege gegeben, weil der Bauantrag anders als zum Beispiel beim Bahnhofshotel bereits in enger Abstimmung mit dem Bauamt entstanden sei. „Bei anderen Projekten mussten wir dann zum Beispiel beim Brandschutz nochmal nachbessern“, sagt Steege. „Diesmal kann es eigentlich nur noch bei Kleinigkeiten haken.“

Es geht um ein Ensemble von vier Häusern an der Krummen Straße und einem am Nordwall. Von den vieren bleibt das Haus mit der Nummer 35 stehen, da es sich dabei um ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus handelt. Der Rest wird abgerissen. Es sollen 15 barrierearme Wohnungen entstehen.

Komplette Barrierefreiheit lässt sich baulich wegen des Fachwerkhauses nicht umsetzen, erklärt Steege. Es werde einen Fahrstuhl geben, eine vollständige Ebenerdigkeit sei aber im Obergeschoss nicht herzustellen.

Trotz der guten Vorzeichen den Bauantrag betreffend rechnet die Kreiswohnbau nicht damit, dass sich von außen sichtbar noch 2018 etwas tun wird. Einen Beginn der Abrissarbeiten hält Geschäftsführer Steege etwa Mitte 2019 für denkbar. Bei planmäßigem Durchkommen wären die Wohnungen dann Ende 2020, Anfang 2021 bezugsfertig.

Damit ginge das Kapitel Wohnen am Nordwall nach gut fünf Jahren zu Ende. Im Frühjahr 2015 hatte der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle einen von der Stadtverwaltung bei 8000 Euro Preisgeld ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Bereits kurz danach kamen die Zweifel. Wohnbau-Chef Steege kritisierte die Ideen aus Stuttgart als zu teuer, der daraus resultierende Mietpreis sei nur für wenige zu bezahlen. Es folgte ein jahrelanges Hin und Her neuer Überlegungen, die sich im Wesentlichen darum drehten, wie man die Kosten für Steimles Vorschlag herunterdrehen könnte. Schließlich löste die Stadt sich ganz von dem Stuttgarter und setzte das Projekt auf null. Inzwischen hat das heimische Ingenieurbüro Wehmeyer die planerische Regie übernommen.




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