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Wegen der Hitzewelle: Stadthäger meiden die Innenstadt

Nur ein paar Mutige sind unterwegs

STADTHAGEN. Die Hitzewelle hat Stadthagen fest im Griff. Das hält viele auch davon ab, der Innenstadt einen Besuch abzustatten. „Die Hitze macht sich natürlich bemerkbar“, sagt Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketings. Das Wetter sei für den Einzelhandel ein echter Nachteil. Insbesondere am Nachmittag, wenn die Temperaturen am höchsten sind, sei die Stadt leer.

veröffentlicht am 29.07.2018 um 16:08 Uhr

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Autor:

Jennifer Minke-Beil
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Als „deutlich ruhiger“ empfindet auch Ludger Schmänk, Geschäftsführer bei Hagemeyer, die Lage in der Innenstadt am Nachmittag. Am Vormittag dagegen seien die Kunden noch einkaufswilliger und es gehe „tummeliger“ zu. Das gleiche den weniger frequentierten Nachmittag aus. Viele Kunden wüssten, dass es jetzt, Ende Juli, viele Angebote und reduzierte Sommerkleidung wie T-Shirts und Kleider gebe. Das nutzen die Kunden aus, so Schmänk.

Gudrun Buller ist Filialleiterin beim ABC-Schuh-Center und auch sie hat beobachtet, dass die Stadthäger gerade die Innenstadt meiden. „Es ist schon sehr ruhig im Laden“, sagt sie. In ihrer Filiale sei es aber gut auszuhalten, da es eine Klimaanlage gebe. Eigentlich sei die Ferienzeit prädestiniert, um shoppen zu gehen. Aber bei mehr als 30 Grad locke ein Freibad oder der schattige Garten eher als die Innenstadt. „Gerade Familien wollen bei dem Wetter nicht mit ihren Kindern in der Sonne herumlaufen“, vermutet Buller. Auch bei ihr im Geschäft sei der Vormittag besser frequentiert als der Nachmittag. Die Sommerangebote dieser Saison seien zum Großteil bereits verkauft. Der Sommer halte schon eine Weile an und die Kunden hätten früh zugeschlagen. Jetzt kämen hauptsächlich Stadthäger, die noch einen Notkauf tätigen müssen, weil die alten Schuhe kaputt gegangen seien. Wenn sie auf dicke Winterschuhe schaut, die ebenfalls schon auf den Verkauf warten, muss sie doch ein wenig schmunzeln. Dafür hätten die Kunden natürlich noch keinen Blick.

„Ich kann es keinem verdenken, der jetzt die Stadt meidet“, sagt Andreas Schweer, Inhaber von Breuer & Schweer. Nur ein paar Mutige seien unterwegs. Morgens tätigten noch einige Stadthäger ein paar Erledigungen in der Stadt. Auf diesem Weg fänden auch einige den Weg ins Geschäft. Zum Teil sei auch eine kleine Welle am Abend zu spüren.

Der Marktplatz ist wie leer gefegt. Foto: jemi
  • Der Marktplatz ist wie leer gefegt. Foto: jemi

Mit dem Schulbuchgeschäft hat derzeit die Buchhandlung Schmidt viel zu tun. „Da die Ferien aber noch zwei Wochen andauern kommt es nicht auf einen Tag an“, sagt Inhaber Martin Schmidt. Bücher seien jetzt im Sommer aber definitiv gefragt. „Viele Kunden fragen nach leichter Sommerlektüre für den Strand“, so Schmidt. Unbeschwerte und lustige Bücher würden vor allem gekauft.




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