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Mühlstein soll heute weiter gen Hannover rollen

Schritt für Schritt für den Frieden

STADTHAGEN. Der Friedens-Mühlstein „Stoning Roll“ hat jetzt seine nächste Etappe absolviert: Nach zwei Tagen in Stadthagen hat eine Gruppe ihn über zwölf Kilometer nach Bad Nenndorf gezogen. „Das ist ein tolles Projekt mit Symbolcharakter“, sind sich die Beteiligten einig.

veröffentlicht am 29.07.2018 um 17:42 Uhr

Die Gruppe um Jürgen Hansch (vorne) und Manuela Böttcher (Dritte von links) legt mitsamt dem Stein in Stadthagen einen kleinen Zwischenstopp ein. FOTO: TRO
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STADTHAGEN. Der Friedens-Mühlstein „Stoning Roll“ hat jetzt seine nächste Etappe absolviert: Nach zwei Tagen in Stadthagen hat eine Gruppe um Jürgen Hansch und Manuela Böttcher das Projekt wieder ins Rollen gebracht – und ihn über zwölf Kilometer nach Bad Nenndorf gezogen.

„Die Strecke ist super, und der Stein rollt gut. Vor allem in den letzten 45 Minuten wurde es dann aber doch sehr warm“, sagte Hansch nach der Ankunft in der Kurstadt.

„Das ist ein tolles Projekt mit Symbolcharakter. Frieden muss man konkret anpacken. Der Stein verbindet Menschen, man kommt ins Gespräch“, sagte Pastorin Nora Vollhardt bei einem Zwischenstopp – dort hatte ein „Maskottchen“ kalte Getränke bereitgestellt. Die Gruppe freute sich über jede Abkühlung und machte unterwegs an der Beckedorfer Backstube eine längere Pause.

Einige Kilometer mehr als die Stadthäger hat Angelika Rehmert mit dem Stein absolviert – sie gehörte bereits zu der Gruppe, die ihn von Bückeburg in die Kreisstadt rollte. Wie berichtet hatte „Stoning Roll“ zuvor vier Wochen ein Schattendasein auf Schloss Bückeburg gefristet; trotz mehrerer Aufrufe hatte sich zunächst niemand gefunden, der den Stein nach Stadthagen weiterrollen wollte. Bis sich dann Bürgermeister Reiner Brombach ein Herz fasste ...

Jetzt jedoch kam Rehmert mit Stein und bestens ausgerüstet zum Treffpunkt, mit viel Wasser und einem kleinen Schirm gegen die Sonne. Neben dem Mühlstein zog Rehmert auch einen passenden Vergleich: „Er hat 130 Kilogramm Gewicht – und schwer ist es auch, Frieden herzustellen. Aber wenn es erst mal ins Rollen kommt, geht es Schritt für Schritt voran.“

Weiter vorangehen soll es nun von Bad Nenndorf in Richtung Hannover. Zuvor muss aber der Künstler Michael Flossbach der Kurstadt einen Besuch abstatten: Am Stein haben sich Schrauben gelöst, die er wieder anbringen will.

Der Nenndorfer Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt will die Aufgabe gleich am Montag angehen – die Aktion steht unter Zeitdruck: Der „Stoning Roll“ soll am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Berlin ankommen. tro




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