weather-image
24°
×

„Eigengewächs“ Holger Wirtz (45) ist neuer Direktor am Wilhelm-Busch-Gymnasium

Schritt für Schritt zum Chef geworden

Stadthagen (ssr). Der neue Chef am Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) ist eine Art Eigengewächs: Holger Wirtz (45), seit Schuljahrsbeginn als Nachfolger von Heiko Knechtel WBG-Direktor, unterrichtet seit 1998 am WBG und gehört der Schulleitung bereits seit sieben Jahren an, zuletzt als Vize.

veröffentlicht am 07.09.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:42 Uhr

„In meinem Erleben stellt sich diese Entwicklung recht organisch dar, es hat sich für mich im Laufe der Jahre eins aus dem anderen ergeben“, beleuchtet Wirtz seinen stufenweisen Werdegang: „Ich bin nach und nach in die Leitungspositionen hineingewachsen.“

Als der Zeitpunkt des Ausscheidens von Knechtel feststand, habe er „Interesse an einer beruflichen Weiterentwicklung signalisiert“, erzählt der Pädagoge. Einen weiteren Bewerber für die Chef-Stelle habe es nicht gegeben. Das Votum des Schulvorstandes für ihn sei positiv gewesen.

Wirtz fungiert als Chef einer siebenköpfigen kollegialen Schulleitung. Angesichts der Größe des WBG mit 1300 Schülern und rund 120 Lehrern müsse die Leitungsebene breit aufgestellt sein und eng kommunizieren. Es gebe je zwei Koordinatoren für die Sekundarstufe I und die Oberstufe, einen Stundenplan-Manager sowie einen stellvertretenden Direktor (vorläufig noch vakant). Mindestens einmal wöchentlich tage dieses Leitungsgremium, beschäftige sich mit dem Tagesgeschäft und entwickele Perspektiven für die Schule.

Gefragt nach den aus seiner Sicht besonderen Stärken des Schulprofils, nennt der Pädagoge als Erstes „unsere innerhalb des Landkreises längste Tradition als Ganztagsschule“. Den WBG-Pädagogen liege daran, „Schule als Lebensraum“ darzustellen, in dem „der Bildungs- und Erziehungsauftrag möglichst ganzheitlich wahrgenommen wird“. Es gehe dabei um ein mit Blick auf den einzelnen Schüler individuell abgewogenes Maß an Fördern und Fordern. Neue Akzente möchte Wirtz unter anderem im Ganztagsbereich setzen: „Unser Konzept möchte ich weiter vertieft und ausgestaltet sehen.“ Zweitens strebt er eine stärkere Vernetzung des WBG auf zwei Ebenen an – lokal und international. Dabei sehe er „deutliches Entwicklungspotenzial“. Lokal gelte es, stärker mit hiesigen außerschulischen Einrichtungen zu kooperieren. Und er möchte das WBG – aufbauend auf dem Fundament bestehender Partnerschaften – in einem internationalen Netzwerk von Schulen sehen.

Holger Wirtz ist in Düren geboren und hat in Bonn, Cardiff und Münster studiert. Nach dem Referendariat in Nordrhein-Westfalen unterrichtet er seit 1998 am WBG Englisch und evangelische Religion. Der verheiratete Vater von drei Kindern läuft in seiner Freizeit gerne. Der Stadthäger bevorzugt im Frühjahr den Halbmarathon (etwa in Hannover) und im Herbst den Marathon (am liebsten in Berlin). „Langstrecken-Laufen ist ein wunderschöner Ausgleich zum Job“, sagt er.

Der 45-jährige Holger Wirtz ist neuer Direktor des Wilhelm-Busch-Gymnasiums.

Foto: rg




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige