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Jäger muss zwei Kamerunschafe am Ostring erschießen / Fluchtinstinkt verhindert Annäherung an Tiere

„Uns ist nichts anderes übrig geblieben“

STADTHAGEN. Zwei Kamerunschafe haben die Polizei und das Veterinäramt des Landkreises gestern auf Trab gehalten. Die Tiere, die am Montag aus dem Bereich des Lohhofes in Heuerßen abgehauen waren, wurden schließlich am Ostring gestellt. Einen glücklichen Ausgang fand die Suche allerdings nicht.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 18:14 Uhr

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Autor:

ANDREAS OHLER
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„Uns ist letztlich nichts anderes übrig geblieben, als die Schafe zu erschießen“, bedauert Dr. Ulf Güber, Amtstierarzt beim Landkreis. Der Abschuss sei von einem Jäger vorgenommen worden. „Die Tötung durch eine sehr zuverlässige Person ist absolut tierschutzgerecht abgelaufen.“

Andere Varianten, etwa der Einsatz einer Betäubungspistole, seien nicht infrage gekommen. „Wir kamen nur bis etwa 100 Meter an die Schafe heran. Solche Waffen lassen sich erst bei wesentlich geringeren Distanzen anwenden.“ Kamerunschafe verfügen über einen ausgeprägten Fluchtinstinkt, machen sich, sobald sie eine Gefahr zu wittern glauben, aus dem Staub.

Der Abschuss sei dringend erforderlich gewesen, da die Tiere, die zuvor unter anderem die B 65 überquert hatten, eine nicht unbeträchtliche Gefahr für Autofahrer darstellten. „Kamerunschafe wiegen häufig 30 oder 35 Kilogramm. Zusammenstöße zwischen ihnen und Autos können zu schweren Unfällen führen.“

Die Tiere seien „futtertechnisch vernachlässigt“ worden, sagt Güber. Deshalb hätten sie die Flucht ergriffen. Die toten Schafe bleiben zunächst an Ort und Stelle, können vom Besitzer abgeholt werden.




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