weather-image
Das 623. Historische Schützenfest ist mit zwei Premieren bestens gelaufen / Peter Scheffel verstorben

Volles Haus an allen Tagen

STADTHAGEN. Das Wetter hat es fast zu gut gemeint, die Rottzelte waren an allen drei Tagen proppevoll. Die Rundmärsche klappten, und die Neuerungen, der Sommerball für jedermann am Sonnabend vor dem Schützenfest und die Party am Freitagabend, zogen die Gäste in Scharen an. Dicht gefüllt war auch der Landsberg´sche Hof beim stimmungsvollen Zapfenstreich am Sonnabendabend.

veröffentlicht am 10.06.2018 um 17:10 Uhr

Die besten Schützen und die Chargierten stellten sich zum Erinnerungsfoto aufs. Foto: sk

Autor:

vera skamira
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und am Lichtpunktschießen haben sich soviel Kinder beteiligt wie nie. Das Schützenfest 2018, vor allem gekennzeichnet durch hohe Teilnehmerzahlen, ist nach Meinung der Organisatoren bestens gelaufen.

Dennoch: Nach überschwänglichen Worten war Bürgermeister Oliver Theiß am Sonnabendmittag nicht zumute. Die Stimmung sei getrübt. Vor der Ehrung des „Bestens Schusses“ im Ratskeller gab Theiß bekannt, dass Peter Scheffel, 30 Jahre (bis 2009) Adjutant im Historischen Stadthäger Schützenfest, an diesem Tag verstorben war. Theiß: „Scheffel war eine Institution beim Schützenfest. Sein Tod überschattet alles.“

Es falle schwer, zum Normalen überzugehen. Es sei aber sicher „Peters Wunsch gewesen, dass wir uns treffen und das Schützenfest fröhlich zu Ende bringen – mit dem Respekt, den er verdient.“ Sein Tod hat auch Scheffels Nachfolger als Adjutant, Jörn Paeger (in diesem Jahr Major), tief getroffen: „Das war ein Tiefschlag.“

Rottmeister und Chargierte marschieren zum Zapfenstreich.
  • Rottmeister und Chargierte marschieren zum Zapfenstreich.

Zur anstehenden Ehrung der besten Schützen, deren Namen bereits am Vorabend feststanden, hob Paeger besonders die hervorragenden Leistungen der Chargierten hervor.

Eine kleine Marschleistung stand vor dem Vergnügen: Mehr als 150 Kinder sind am Sonnabendnachmittag von der Schule am Stadtturm losgelaufen – mit den Eltern und den Chargierten, voran der Fanfaren- und Majorettenkorps Antendorf. Ziel war die Festhalle, wo Feuerwehr und Technisches Hilfswerk Spiele für die Mädchen und Jungen aufgebaut hatten und der Schützenbund Stadthagen zum Lichtpunktschießen einlud. 111 Kindern beteiligten sich am Wettbewerb – eine riesige Zahl, über die sich der Vorsitzende des Schützenbundes, Thomas Bresche, freute. Nachdem der herkömmliche Schießwettbewerb mit zuletzt nur einer Handvoll Teilnehmern 2016 vom Lichtpunktschießen abgelöst und in die Festhalle verlegt wurde, war die Teilnehmerzahl spontan auf über 80 gestiegen. In diesem Jahr belegte bei den Jahrgängen ab 2006 Root Ruslan den ersten Platz, gefolgt von Cedrik Teubner und Emma-Marie Seidel. Bei den Älteren siegte Giounous Netzati. Die Plätze zwei und drei erreichten Djan Altewulf und Celina Teubner. Für alle gab es Zuckerkuchen und Brause.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare