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Nachfolge von Helmut Kirchhöfer als Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe offiziell noch ungeklärt

Vor dem Führungswechsel

STADTHAGEN. Ende Mai, mit seinem Eintritt in den Ruhestand, endet der Vertrag von Helmut Kirchhöfer als Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Stadthagen. Und obwohl es bis dahin also nur noch zwei Wochen sind, ist seine Nachfolge noch nicht geklärt – zumindest offiziell. Informationen zufolge soll Betriebsleiter Jens Schmücking den Posten übernehmen.

veröffentlicht am 16.05.2018 um 16:26 Uhr
aktualisiert am 16.05.2018 um 17:30 Uhr

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Autor:

Mira Colic
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Bestätigen möchte Kirchhöfer die Personalie nicht. Nur so viel: „Ich habe eine Empfehlung ausgesprochen.“ Bereits seit 15 Monaten werde das Thema Nachfolge von den Verantwortlichen diskutiert. Die Entscheidung soll am 24. Mai in der Gesellschafterversammlung fallen. Vorab muss der Aufsichtsrat dem Beschlussvorschlag zustimmen.

Schmücking hofft, dass es da „zu einer Grundsatzentscheidung kommt“. Derweil ist er das einzige Geschäftsleitungsmitglied, da Kirchhöfer bereits im Urlaub weilt. Wie auch immer die Entscheidung letztlich ausfällt, wird der 53-Jährige vorerst zwei Arbeitsplätze ausfüllen müssen. „Es liegt also sowohl im Interesse des Unternehmens, als auch in meinem eigenen zu wissen, wie es weitergeht.“ Neben der operativen Betriebsleitung ist Schmücking zuständig für das Personal, Finanzen und Controlling.

Der gebürtige Hannoveraner ist seit elf Jahren als Betriebsleiter bei den Wirtschaftsbetrieben tätig. „Herr Kirchhöfer war elf Jahre Betriebsleiter, bevor er wiederum vor elf Jahren Geschäftsführer wurde“, sagt Schmücking schmunzelnd. Ein Zeichen?

Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover hat der 53-Jährige in verschiedenen Branchen gearbeitet, von der Telekommunikation über die Versicherungs- bis zur Medienbranche. Vor acht Jahren ist er von Garbsen nach Hildesheim gezogen und pendelt täglich nach Stadthagen. „Das macht man nicht, wenn einem die Arbeit nicht gefällt“, betont der Betriebsleiter. Und dass man nach einigen Jahren den nächsten Schritt auf der Karriereleiter anstrebt, sei ganz klar: „Sagen wir mal so, sollte mir der Posten angeboten werden, würde ich ihn nicht ablehnen.“

Trotz der aktuellen Probleme mit den defekten Filteranlagen und der daraus folgenden Beckenschließung sieht Schmücking das Tropicana als gut aufgestellt: „Die Arbeiten hätten so oder so geschehen müssen, was Schließzeiten mit sich gezogen hätte.“ Dass der Bau des Bads 2006 nur 9 Millionen Euro gekostet habe, sei schließlich der Tatsache geschuldet, dass auf den „Altbestand aufgesetzt wurde“. Die Technik stammt wie berichtet noch aus dem Jahr 1995.

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