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Betrugsversuche an älteren Menschen nehmen zu / Polizeikommissariat Stadthagen startet Präventionskampagne

Vorsicht vor Betrügern und Trickdieben

STADTHAGEN. "Betrug zum Nachteil älterer Menschen" ist Thema einer Präventionskampagne, die in der kommenden Woche startet. Vom 19. bis 23. April will das Polizeikommissariat Stadthagen vorbeugend Bürger über 70 Jahre in puncto Trickbetrug informieren.

veröffentlicht am 16.04.2021 um 11:33 Uhr
aktualisiert am 16.04.2021 um 12:07 Uhr

In dem Zeitraum von Montag, 19. April, bis Freitag, 23. April, informiert das Polizeikommissariat Stadthagen in Zusammenarbeit mit der Stadt Stadthagen und den Samtgemeinden Niedernwöhren, Sachsenhagen und Lindhorst mit einer großflächigen Präventionskampagne zum Thema "Betrug zum Nachteil älterer Menschen".

An den fünf Werktagen soll im Stadtgebiet und in den oben genannten Samtgemeinden Informationsmaterial in Form von persönlich adressierten Postwurfsendungen an über 7000 Anschriften verteilt werden. Zielgruppe sind alle Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahre.

"Leider kommt es in der heutigen Zeit immer häufiger vor, dass insbesondere ältere Menschen Trickbetrügereien in unterschiedlichsten Formen zum Opfer fallen. Mithilfe dieser Präventionsaktion möchten wir die Menschen informieren und aufklären, um Betrügerinnen und Betrügern keine Chance mehr zu geben.", erklärt der Leiter des Polizeikommissariats Stadthagen, Polizeioberrat Marcel Bente.

Betrugsversuche an älteren Menschen nehmen zu

Im Vergleich der Jahre 2019 und 2020 hat sich die Anzahl der vollendeten Straftaten zum Nachteil älterer Menschen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg reduziert (549 auf 395 Fälle). Deutlich zugenommen haben jedoch die Versuchstaten. Hier verzeichnete die Polizeiinspektion im benannten Zeitraum einen Zuwachs von 245 versuchten Straftaten zu Lasten von Seniorinnen und Senioren (2019: 180 Fälle / 2020: 425 Fälle).

"Ein Grund für die Entwicklung ist sicherlich die gesteigerte Wachsamkeit der potenziell Geschädigten.", erklärt Bente. "An diesen positiven Trend möchten wir mit der Präventionskampagne anknüpfen."

Die Verteilung des Informationsmaterials wird tageweise auf die jeweiligen Samtgemeinden und das Stadtgebiet aufgeteilt.

Am Montag, 19. April, werden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte des Polizeikommissariats Stadthagen mit der Verteilung in der Samtgemeinde Niedernwöhren beginnen. Unterstützt werden sie dabei von der Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Wiedensahl, Meerbeck, Niedernwöhren, Nordsehl, Lauenhagen und Pollhagen.

Am Dienstag, 20. April, verteilen Angehörige des Polizeikommissariats zusammen mit dem Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier und den vier Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Auhagen, Hagenburg, Sachsenhagen und Wölpinghausen, die Postwurfsendungen an die Haushalte in der Samtgemeinde Sachsenhagen.

Am Mittwoch, 21.04.2021, erhalten die Seniorinnen und Senioren der Samtgemeinde Lindhorst ihre Präventionspost. An diesem Tag werden der Kommissariatsleiter Herr Bente sowie sechs weitere Polizistinnen und Polizisten der Stadthäger Polizei zusammen mit der Samtgemeindebürgermeisterin Svenja Edler und Angehörigen des Senioren- und Behindertenbeirates der Samtgemeinde Lindhorst in Teams unterwegs sein.

Am Donnerstag und Freitag (22. und 23. April) erfolgt die Verteilung der Postwurfsendungen im gesamten Stadtgebiet von Stadthagen. An diesen Tagen werden der Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß, die Ortsbürgermeisterin von Wendthagen-Ehlen Ulrike Koller, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes, mehrere Ratsmitglieder sowie die Ortsvorsteher von Enzen und Hörkamp-Langenbruch die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bei der Präventionskampagne unterstützen.

"Wir freuen uns, dass wir so viel Zuspruch und Unterstützung bekommen haben. Ohne die Hilfe der freiwilligen Helferinnen und Helfer aus den einzelnen Samtgemeinden und der Stadt Stadthagen sowie das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeikommissariats, wäre eine derart umfangreiche Aktion nicht möglich.", lobt Marcel Bente alle Beteiligten.

Damit ein so großes gemeinsames Projekt auch in Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden kann, werden alle an der Aktion teilnehmenden Personen täglich vor Beginn des Verteilens auf eine mögliche Corona-Infektion getestet. Außerdem wird die Verteilung unter besonderer Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln stattfinden.

"Wir bitten um Verständnis, dass wir den persönlichen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Verteilaktion pandemiebedingt auf ein Minimum reduzieren müssen und dementsprechend auch keine Wohnungen oder Häuser für längere Präventionsberatungen betreten können. Meine Kolleginnen und Kollegen sowie die Angehörigen der Verwaltungen stehen aber natürlich gerne für ein kurzes Gespräch unter Einhaltung der Vorgaben des Infektionsschutzes zur Verfügung." so Bente.

odt




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