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Gutachten zum Zustand der Kohlenkirche abgeschlossen / Kosten sinken auf 20 000 Euro

Zahlen sollen in Kürze auf den Tisch

STADTHAGEN. Wie hoch wären die Kosten für den Erhalt und die Sanierung der Kohlenkirche am Georgschacht? Diese Zahlen stehen nun alle in einem Gutachten, über das im Vorfeld in der Politik heftig diskutiert worden war. CDU und WIR hielten die Erstellung eines solches für falsch, letztlich setzte sich die SPD/Grüne/FDP-Gruppe aber mit ihrer Mehrheit durch.

veröffentlicht am 16.07.2018 um 18:30 Uhr

Das Gutachten über den Zustand der denkmalgeschützten Kohlenkirche ist fertig und soll in Kürze in den politischen Gremien vorgestellt werden. Foto: rg
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Details über den Inhalt des Gutachtens möchte Bauamtschef Gerd Hegemann nicht nennen. Ich möchte nicht vorgreifen, schließlich sollte die Erläuterung in den politischen Gremien erfolgen. Nur so viel: „Etagen- und bauteileweise ist der Zustand analysiert worden und für alle Teile wurden Sanierungs- und Sicherungsvorschläge gemacht – inklusive Kostenschätzung.“ In einer der nächsten Fachausschusssitzungen soll das Gutachten auf die Tagesordnung kommen.

Positive
Nachricht

Besonders die CDU und WIR dürften dem mit Spannung entgegensehen – hatten sie sich doch vehement gegen die Maßnahme ausgesprochen, die sie für Geldverschwendung halten. Immerhin eine positive Nachricht gibt es in diesem Zusammenhang. Statt der angesetzten 30 000 Euro, hat die Erstellung „nur“ 20 000 Euro gekostet. Die Hälfte davon trägt die Stadt, die andere Hälfte werden vom EU-Förderprogramm Leader getragen.

Die Junge Union (JU) Stadthagen verspricht sich wenig von dem Papier. „Jeder, der auch nur mit einem Auge hinschaut, sieht, dass das Gutachten eine immense Investitionssumme für eine Revitalisierung bescheinigen wird“, sagt der Vorsitzende Marcel Cording. Dass man auf der einen Seite die Parkgebühren für den Bürger erhöhe, um die Finanzsituation aufzubessern, „dann aber inkonsequenterweise das Geld für so einen Irrsinn wie ein Gutachten zum Fenster hinauswirft“, ist für Leonard Sandgathe unverständlich. Die JU habe das Gefühl, dass die Mehrheitsgruppe das zu erwartende Ergebnis in Kauf nimmt, um sich „dann direkt ohne Gesichtsverlust von der Idee verabschieden zu können“.

Pressesprecher Michel Viertel fügt an: „Das Gebäude ist am Ende, der Stadtsäckel leer. Mit der Idee, das Gebäude zu erhalten, sind die Ratsherren der Mehrheitsgruppe 20 Jahre zu spät dran“.col/vin




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