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100. Geburtstag - mit dem Geheimnis Ringelblumensalbe

Hagenburg (jpw). Marie Möller schwört auf Ringelblumensalbe. Ihre Geburtstagsgäste - unter ihnen der stellvertretende Landrat Werner Vehling - haben aufmerksam zugehört. Marie Möller erzählt lebendig und freundlich und mit einem beeindruckend präzisen Gedächtnis. Sie hat gestern im Kreise ihrer Familie im Haus ihres Neffen Karl-Wilhelm Möller ihren 100. Geburtstag gefeiert.

veröffentlicht am 26.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Noch immer stellt sie diese Salbe in jedem Jahr selbst her. Gerne berichtet die gebürtige Hagenburgerin vom dazugehörigen Rezept, vom "Bruddeln" von Fett und Ringelblumenblüten in der Pfanne, vom Abkühlen und vom Abfüllen in die Gläser. "Arbeit, Arbeit, Arbeit", sei ihr Leben gewesen, sagt ihr Neffe. Marie Bultmann war bereits in jungen Jahren in einem Steinhuder Haushalt "in Stellung", arbeitete später in der "großen Fabrik" in Steinhude, der Leinenfabrik. Am 10. April 1930 heiratete sie Fritz Möller und bewirtschaftete mit ihm später die Hagenburger Hofstelle Nr. 46. Die Ehe blieb kinderlos, ihr Mann starb 1972. Früher ist sie gerne Fahrrad gefahren, aber nach einem Sturz vor fast 25 Jahren nicht mehr in den Sattel gestiegen. Auch die Gartenarbeit musste sie aus gesundheitlichen Gründen vor einigen Jahren einstellen. Soweit es die Augen zulassen, liest sie die Zeitung und schaut auch Fernsehen - wobei Serien wie "Verbotene Liebe", "Julia" und "Marienhof" zu ihren Lieblingen zählen. Der "Musikantenstadl" des vergangenen Wochenendes ist der 100-Jährigen aber "zu albern" gewesen, da ist sie lieber früh ins Bett gegangen.




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